An den Sommer 2018 kommt die laufende Glace-Saison nicht ganz heran. Trotzdem: Die Fricktaler Glace-Produzenten sind zufrieden. «Letztes Jahr war super, dieses Jahr immer noch gut», sagt etwa Raffaele Marino, der in seinem Feinkostladen in Rheinfelden Gelati anbietet. Auch Federico Hochreuter vom «Che Lati» in Frick spricht von einem «guten Sommer». Im Frühjahr lancierte er die Kanton-Edition seiner Gelati und beliefert seither Badis damit. «Ziel ist es, nächstes Jahr noch mehr Schwimmbäder beliefern zu können», sagt er.

Das Angebot an Gelati im Fricktal wird schon bald noch grösser: An der Marktgasse 9 in Rheinfelden – dem ehemaligen Café «Pane amore e fantasia» – laufen Umbauarbeiten. Es entsteht ein Eiscafé. Dahinter steckt mit Antonio Maio ein vor allem in der deutschen Grenzregion bekannter Gelati-Produzent. Maio betreibt gemeinsam mit Sohn Tobias eine Eismanufaktur und unter dem Namen «Mona Lisa» verschiedene Eiscafés, etwa in Bad Säckingen, Lörrach und Waldshut.

In der Schweiz gibt es mehrere Abnehmer für sein Eis. Ab Ende August soll nun auch hier das erste Eiscafé eröffnen. Maio selber mietet die Räume und lässt sie umbauen. Danach wird der Betrieb von zwei Franchisenehmern geführt.

In Rheinfelden eröffnet bald ein «Mona Lisa»

Sie bieten verschiedene Gelati-Sorten und Eisspeisen aus Maios Manufaktur an. Daneben können – gerade in den Wintermonaten, wenn Glace weniger gefragt ist – auch Speisen wie Antipasti oder Salate zubereitet werden. Eine kleine Küche hat Maio eigens dafür einbauen lassen. Mit dem Rheinfelder «Mona Lisa» wagt Antonio Maio den Schritt über die Grenze. Dem Eisproduzenten ist bewusst, dass er sich dabei auf ein schwieriges Pflaster wagt – in der Rheinfelder Altstadt gingen in den vergangenen Jahren so manche Läden und Gastrobetriebe zu. «Mir gefällt die Marktgasse sehr. Ich hoffe, dass wir mit unserem Angebot wieder mehr Leute in die Altstadt locken können», so Maio. Für den Gelati-Produzenten ist es ein Versuch, denn: «Wenn es in Rheinfelden funktioniert, wäre es auch denkbar, dass wir andernorts in der Schweiz Eiscafés aufmachen.»

Raffaele Marino, der seine Gelati wenige Meter weiter anbietet, reagiert gelassen auf das Eiscafé. «Die Gelati sind nur ein Teil meines Angebots im Feinkostladen», sagt er. «Ich bin sicher, dass es in Rheinfelden Potenzial für beide Angebote gibt.»