Fricktal
Gesundheitszentrum und Pflegeheime erhöhen Schutzmassnahmen – Besuche sollen reduziert werden

Das Besuchsrecht in den Spitälern und Pflegeheimen wird zwar nicht aufgehoben, aber die Besuche sollen deutlich reduziert werden. Auch der Cafeteria-Zugang wird eingeschränkt. Damit fahren die Einrichtungen ihre Schutzmassnahmen vor dem Corona-Virus hoch.

Dennis Kalt
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Gesundheitszentrum Fricktal und Pflegeheime fahren Schutzmassnahmen gegen Corona-Virus hoch – Besuche sollen reduziert werden.

Gesundheitszentrum Fricktal und Pflegeheime fahren Schutzmassnahmen gegen Corona-Virus hoch – Besuche sollen reduziert werden.

Eine Taskforce des Gesundheitszentrums Fricktal (GZF) hat entschieden, den Kreis der Personen, die das Angebot der Cafeterien in den Spitälern Laufenburg und Rheinfelden nutzen dürfen, einzuschränken. «Mit dieser Massnahme wollen wir den Schutz unserer Patienten, unserer Bewohner im Pflegeheim und unseres Personals gegen eine ­Ansteckung mit dem Corona-­Virus erhöhen», sagt GZF-Sprecherin Sibylle Augsburger. So würden die Cafeterien zuweilen von Externen besucht, die sich dort über die Mittagszeit ­verpflegen. Dies sei nun nicht mehr möglich, so Augsburger. «Angesichts der derzeitigen Lage wollen wir die Durchmischung von Personen klein halten.»

Das Besuchsrecht in den Spitälern und Pflegeheimen sei nach wie vor nicht aufgehoben, aber auf wirklich notwendige Besuche eingeschränkt, sagt Augsburger. Angehörigen von besonders gefährdeten Patienten und Bewohnern rate man von einem Besuch vor Ort jedoch dringend ab. «Wir empfehlen hier den telefonischen Kontakt», so Augsburger.

Offen bleiben die Cafeterien weiterhin für das GZF-Personal, Bewohner und Patienten sowie deren Besuchern. Am Eingang werden externe Personen auf die neue Regelung aufmerksam gemacht, so Augsburger. «Zusätzlich haben wir das Personal angewiesen, externe Personen zu bitten, die Cafeterien zu verlassen.»

Zudem hat das GZF alle Gesundheitsfachpersonen mit Kontakt zu Patienten, die besonders gefährdet sind, angewiesen, immer eine Hygiene-Maske zu tragen und auf eine einwandfreie Handhygiene zu achten. Weiter haben wir alle öffentlichen Veranstaltungen sowie alle internen Fortbildungen abgesagt. «Interne Sitzungen werden nur dann durchgeführt, wenn diese für den weiteren Betrieb wirklich dringend sind», so Augsburger.

Sicherheitsvorkehrungen hat auch der Verein für Altersbetreuung im Oberen Fricktal (VAOF) für die Alterszentren Bruggbach in Frick und Klostermatte in Laufenburg getroffen: Die Cafeteria bleibt für externe Besucher beschlossen. «Am Standort in Frick können unsere Stammgäste weiterhin bei uns ihr Mittagsessen einnehmen. Das Mittagessen wird nun in einem Pavillon serviert. Der Zutritt erfolgt über markierte Wege», sagt VAOF-Präsident Andre Rotzetter.

Die Haupteingänge der Alterszentren bleiben auf unbestimmte Zeit geschlossen. «Besucher müssen sich mittels der Türklingel am Eingang anmelden. Ihr Besuch wird registriert», so Rotzetter, der nachschiebt, dass Besuche auf ein Minimum reduziert werden sollten. Die Gottesdienste werden zwar noch stattfinden, auf eine Verteilung der Kommunion wird jedoch verzichtet.

Bereits seit dem 5.März ist das Café im Wohn- und Pflegezentrum Stadelbach in Möhlin geschlossen. Alle öffentliche Anlässe sind bis auf weiteres abgesagt, wie die Geschäftsführung mitteilt.

Freiheit und Selbstbestimmung sollen nicht eingeschränkt werden

Seit dem 10.März ist der Zugang zum Tertianum im Salmenpark Rheinfelden nur noch stark eingeschränkt möglich. Besuche in der Pflege-Abteilung sind nur nach Rücksprache mit der Leitung der Pflege und Betreuung respektive der Geschäftsführung möglich, heisst es in einer Mitteilung.

Auch im Tertianum bleibt das Restaurant nur noch für interne Personen in Betrieb. Ein grundsätzliches Besuchsverbot stünde derzeit nicht zur Debatte, wolle man doch das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung der Gäste nicht einschränken, heisst es in der Mitteilung weiter.