Verwaltungsratspräsident Urs Siebenhaar durfte 598 Mitglieder zur 96. Generalversammlung der Raiffeisen Regio Laufenburg begrüssen. In seinem Jahresbericht geht der Präsident besonders auf den Genossenschaftsgedanken ein. Dieser macht Raiffeisen speziell gegenüber anderen Banken. Auf der Leinwand zeigt er ein Bild einer noch etwas älteren Genossenschaft – der Eid-Genossenschaft. Mit dem Geschäftsmodell der Genossenschaft strebt Raiffeisen nicht nach Gewinnmaximierung, sondern denkt und handelt langfristig. Werte wie Verlässlichkeit, Nähe, Vertrauen, Fairness und Sicherheit werden dabei gross geschrieben.

Zunehmende Regulierung

Daraufhin beschreibt Urs Siebenhaar ein 2012 vorherrschendes Thema für Schweizer Banken, egal ob gross oder klein, lokal oder international. Es handelt sich um die zunehmende Regulierung, die vor allem von Europa, den USA und der Steuerfrage getrieben wird. Insbesondere das Verhältnis zu den Vereinigten Staaten ist immer noch vom Steuerstreit geprägt.

Aus diesem Grund wurde von Raiffeisen ein Trennungsprozess von den amerikanischen Kunden eingeleitet. In Europa werden die Banken die europäische Schuldenkrise, die tiefen Zinsen und der starke Franken auch in diesem Jahr beschäftigen. Der Mindestwechselkurs zu Euro und die Anpassungsfähigkeit werden helfen, die Herausforderungen zu meistern. Bezogen auf das Raiffeisen-Schweiz-Geschäft streicht der Präsident die starke Verankerung mit über 1000 Bankstellen in der Schweiz und die daraus resultierende Kundennähe heraus.

Danach kommt er auf die RB Regio Laufenburg zu sprechen. Sein Gesamturteil zum Geschäftsjahr 2012 fällt sehr positiv aus. Auch wenn der Bruttogewinn nicht mehr ganz das Vorjahresniveau erreicht hat, konnten dank konsequentem Kostenmanagement gleich grosse Rückstellungen getätigt werden wie in den vergangenen Jahren. Mit einem herzlichen Dank an das ganze Publikum schliesst er seinen Teil ab.

Steigende Mitgliederzahlen

Danach erörtert der Vorsitzende der Bankleitung, Peter Senn, die Abschlusszahlen 2012. Er unterstreicht, dass sich die Bank in der aktuellen Lage gut behauptet hat, und gibt seiner Freude darüber Ausdruck, dass trotz schwierigem wirtschaftlichen Umfeld, ein Zufluss von neuen Kundengeldern in der Höhe von 11,6 Mio. Franken (5,4%) zu verzeichnen war. 87,2% der Hypotheken konnten mit Spargeldern finanziert werden. Mit 4,96 Mio. Franken lag der Betriebsertrag 2012 um 140 000 Franken tiefer als im Vorjahr. Der Rückgang war eine Folge der historischen Tiefzinsphase und der daraus resultierenden Margenerosion. Der Zuwachs an Ausleihungen (5,5 Mio.) und den vorgängig erwähnten Kundengeldern führte zu einer Bilanzsumme von rund 292,5 Mio. per Ende 2012. Dank einem straffen Kostenmanagement konnte der Geschäftsaufwand Jahr um 40 000 Franken auf 2,48 Mio. reduziert werden. Der Bruttogewinn nahm um 110 000 Franken ab und betrug 2,47 Mio. Franken.

Im vergangenen Jahr durften 107 neue Mitglieder willkommen geheissen werden. Der aktuelle Mitgliederbestand von 3041 bedeutet einerseits, dass über 52 Prozent der Bevölkerung im Geschäftskreis Mitglied der Raiffeisenbank Regio Laufenburg sind. Auf der anderen Seite zeigt der hohe Erschliessungsgrad auch die Grenzen des Wachstumspotenzials auf. Insbesondere weil das Bevölkerungswachstum wie auch die Bautätigkeit im Geschäftskreis stagnieren.

50 Jahre Mitgliedschaft

Zum Schluss dürfen noch acht Mitglieder durch den Präsidenten geehrt werden, die im 2013 auf 50 Mitgliedsjahre zurückblicken können. Der Kreis der «langjährigen» Mitglieder umfasst somit 44 Personen. Nach dem ausgezeichneten Nachtessen fehlt auch ein ansprechendes Unterhaltungsprogramm nicht. Die Hip Hop Tanzgruppe «Special Elements» und die Schlangenfrau Nina Burri begeistern die Anwesenden mit ihren Darbietungen. Sowohl Nina Burri, die nun für eine Saison beim Zirkus Knie gastiert, als auch «Special Elements» sind vielen Anwesenden durch die Fernsehsendung «Die grössten Schweizer Talente» bereits bekannt.