Möhlin

Gemeinsam musizieren steht im Mittelpunkt: Die Jugendmusik wird 50

Die Jugendmusik Möhlin feiert heute Abend in der Mehrzweckhalle Fuchsrain ihr 50-Jahre-Jubiläum.

Die Jugendmusik Möhlin feiert heute Abend in der Mehrzweckhalle Fuchsrain ihr 50-Jahre-Jubiläum.

Die Jugendmusik Möhlin feiert ihr Jubiläum am Freitag mit einem speziellen Jahreskonzert.

Für die Jugendmusik Möhlin wird es ein spezieller Abend. Sie feiert heute am Jahreskonzert ihr 50-Jahre-Jubiläum. Natürlich werden dabei die 25 derzeitigen Mitglieder ihr Können unter Beweis stellen. Sie erhalten dabei – zumindest bei einigen Stücken – aber auch tatkräftige Unterstützung. Als Gastformation tritt die Rheinfelder Jugendmusik Windband auf.

Zum Ende des Konzerts kommen dann auch noch rund zwei Dutzend ehemalige Mitglieder der Möhliner Jugendmusik hinzu und spielen zusammen mit den beiden Formationen mehrere Stücke. «Über 50 Musikerinnen und Musiker stehen dann gemeinsam auf der Bühne. Es wird also ziemlich voll», sagt Matthias Fäs, Präsident der Jugendmusik, mit einem Lachen.

Es wird aber nicht nur voll auf der Bühne – das Zusammenspiel ist natürlich auch eine grosse Herausforderung für die Musikerinnen und Musiker. Sie haben sich deshalb in den vergangenen Wochen mehrmals zu Proben getroffen.

Am Mittwochabend fand die Hauptprobe statt. Und sie ist gelungen. «Jetzt freuen wir uns riesig auf den Auftritt», sagt Fäs. «Das wird für alle Beteiligten ein spezielles Gefühl sein, in so einer Grossformation auf der Bühne zu stehen.»

«Wir spielen die Musik, die auch im Radio läuft»

Als die Jugendmusik 1969 gegründet wurde, war es das Ziel, Nachwuchs für die Musikgesellschaft auszubilden. Robert Flückiger, langjähriger und inzwischen pensionierter Musiklehrer an der Bezirksschule, wurde erster Dirigent der Jugendmusik. Franz Metzger Wetzel der erste Präsident. In der Jugendmusik konnten die Jugendlichen fortan am Umgang mit den Instrumenten feilen, Konzerterfahrungen sammeln, das richtige Marschieren lernen.

Am Ziel der Jugendmusik hat sich seither nichts geändert. «Wir freuen uns immer, wenn ein Mitglied der Jugendmusik den Übergang zur Musikgesellschaft macht», sagt Matthias Fäs. Aber so oder so: Wichtig sei, die Freude am gemeinsamen Musizieren zu vermitteln. Dazu gehört, dass nicht nur Marschmusik zum Repertoire gehört. «Wir spielen die Musik, die auch im Radio läuft», sagt Stephan Wiekert, Vizepräsident der Jugendmusik.

Und: Es wird auf das Vereinsleben ausserhalb von Proben und Konzerten geachtet. So treffen sich die jungen Musiker auch mal abends einfach so oder unternehmen einen gemeinsamen Ausflug über das Wochenende. «Das fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl», sagt Fäs.

Vielleicht kehrt der eine oder andere ja zurück

Es gäbe zwar Schwankungen bei den Mitgliederzahlen. Zuletzt habe der Trend aber nach oben gezeigt, sagt der Präsident weiter. Das liegt vielleicht auch an den Nachwuchsprogrammen der Jugendmusik; dem Klassenmusizieren – einem Projekt mit Schulklassen – sowie den «M&Ms», der jüngsten Kategorie Jugendmusiker. Am Jahreskonzert heute Abend werden auch sie aufspielen.

Das Konzert ist für die jungen Musiker eine Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen. Für die Jugendmusik und die Musikgesellschaft bietet es gleichzeitig die Chance, etwas Werbung in eigener Sache zu machen. «Vielleicht macht es den Rückkehrern ja so viel Spass, dass sie in die Musikgesellschaft kommen», hofft Wiekert. Die Jugendmusik – sie hätte dann wieder für Nachwuchs gesorgt.

Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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