Eiken hat in Sachen Jugendarbeit schon einiges unternommen. So war die Gemeinde mit an Bord, als 2012 das von Bund und Kanton finanziell unterstützte Pilotprojekt «Offene Jugendarbeit Sisslerfeld» lanciert wurde. Drei Jahre lang lief das Pilotprojekt, das Eiken zusammen mit Münchwilen, Sisseln und Stein durchführte.

Nach Ablauf der Pilotphase entschied Eiken, einen anderen Weg zu gehen und «vermehrt die Jugendförderung innerhalb der eigenen Gemeinde anzustreben», wie es in der Botschaft an die Stimmberechtigten heisst. Bereits im November 2014 stellte der Gemeinderat dem Souverän die «Ausarbeitung eines entsprechenden Konzepts unter Einbezug der Dorfvereine mit Jugendarbeit» in Aussicht.

Nur: Das Interesse der Vereine hielt sich «in Grenzen» und auch die Zusammenarbeit mit der Jugendgruppe Eiken verlief «nicht so wie erhofft», hält der Gemeinderat fest. Deshalb unterbreitet der Gemeinderat dem Souverän an der nächsten Gemeindeversammlung ein Konzept für eine dreijährige Pilotphase «offene Jugendarbeit Eiken» – wieder zusammen mit der Kinder- und Jugendförderung in Wohlen, die bereits das erste Pilotprojekt begleitet hat und die nach wie vor für die Jugendarbeit von Stein und Münchwilen zuständig ist.

Stein und Münchwilen, die zusammen auf rund 4100 Einwohner kommen, finanzieren heute eine Jugendarbeitsstelle mit 55 Stellenprozenten. Eiken rechnet mit seinen 2280 Einwohnern mit zusätzlichen 30 Stellenprozenten, die es braucht, wenn es dem Projekt beitritt. Dafür will die Gemeinde 30'000 Franken in die laufende Rechnung einstellen, wie aus der Botschaft an die Stimmberechtigten hervorgeht.

Entscheidungsgrundlage schaffen

Die neue, ebenfalls wieder dreijährige Pilotphase soll «als Entscheidungsgrundlage für die definitive Einführung dienen», schreibt der Gemeinderat. Primäre Zielgruppe der offenen Jugendarbeit sind, wie in Stein-Münchwilen, Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren.

Die offene Jugendarbeit ist für den Gemeinderat «ein Instrument aktiver Jugendpolitik», wie er in der Botschaft an die Stimmberechtigten schreibt. Sie mische sich in Entwicklungen ein, die Jugendliche betreffen. «Offene Jugendarbeit hat zum Ziel, die Jugendlichen vermehrt gleichwertig am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen», heisst es in der Botschaft weiter. Die Jugendarbeit nehme Jugendanliegen auf, initiiere und begleite soziale und jugendkulturelle Projekte und biete Raum, wo Jugendliche sich treffen können.