Der bisherige Rheinuferrundweg zwischen den beiden Rheinfelden wird neu nicht nur mit gezielten Massnahmen dem Ufer entlang aufgewertet, der Weg wird auch auf den angrenzenden Raum ausgedehnt. Er soll die bestehenden Qualitäten des Gewässerraums als gemeinsamen Natur- und Kulturraum stärken.

Zusammen mit Vertretern von Möhlin, Mumpf, Stein und Wallbach und der deutschen Gemeinden Bad Säckingen, Grenzach-Wyhlen, Wehr und Schwörstadt präsentierten die Schwesterstädte an der Auftaktveranstaltung zum «Rheinuferrundweg extended» ihre Massnahmen, die zu einer Aufwertung und Attraktivitätssteigerung der Rheinuferzonen beitragen sollen.

Nachdem alle involvierten Gemeinden ihre Beiträge vorgestellt haben, stechen aus Schweizer Sicht vor allem die bisher der Öffentlichkeit nicht bekannten Projekte in Möhlin heraus. Beim Schlossplatz sollen beispielsweise ein Schwimmsteg und eine Plattform mit Sitzbank entstehen. Bei der Grillstelle sind zudem ein WC und eine Umziehkabine als Erweiterung gedacht.

Auch auf der Ruine des römischen Wachturms im Gebiet Fahrgraben, die ebenfalls auf der Route des erweiterten Rheinuferrundwegs liegt, ist eine Plattform geplant. Weiter rheinabwärts soll zudem bei der Wehranlage Bürkli eine Plattform mit Sitzbank gebaut werden, die den Besuchern Aussicht auf das gegenüberliegende Schwörstadt gewährt.

Zusage des Kantons fehlt noch

«Wir haben für die Bauprojekte beim Kanton eine Voranfrage eingegeben», sagt Möhlins Ammann Fredy Böni. «Auch von den Archäologen her sollte das Ganze klappen.» Man warte nun darauf, dass die Abteilung Wald die Pläne gutheisse. 2019 sollen die Arbeiten an den Bauprojekten beginnen, sodass diese bis spätestens 2020 abgeschlossen sind. Die involvierten Flächen sind im Besitz der Ortsbürgergemeinde.

Auch die anderen Fricktaler Gemeinden leisten ihren Beitrag für den «Rheinuferrundweg extended». In Stein werden Ein- und Ausstiegsstellen in und aus dem Rhein angepasst und bei der Zolltreppe entsteht eine Rampe für Rollstühle und Kinderwagen. Zudem soll der Uferweg generell saniert werden. «Der Weg ist in keinem guten Zustand. Manche Leute haben sogar Angst, dort zu spazieren», sagt der Steiner Ammann Beat Käser.

Die grösste Massnahme in Rheinfelden ist der neue Rheinsteg. Gemäss Stephan Eglin, Projektleiter Hochbau, sei zwar aktuell noch eine private Einsprache hängig. Zum Schutz der Vögel würden aber noch schwarz-gelbe Wimpel an den Drahteseilen montiert.

Auch Mumpf und Wallbach werden für den «Rheinuferrundweg extended» Aufwertungs- und Sanierungsarbeiten entlang des Ufers in Angriff nehmen.

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