Sulz

Fricker Schüler nach Unfall auf dem Schulausflug verstorben

Am 2. Juli 2013 befanden sich Schüler der Bezirksschule Frick auf dem Heimattag. Ein 12-jähriger Schüler verletzte sich während der Mittagspause so schwer, dass er am Dienstagabend an den Folgen der Verletzungen starb.

Der Unfall passierte am Dienstag, 2. Juli, teilt die Staatsanwaltschaft Aargau mit. 105 Schülerinnen, Schüler und zehn Begleitpersonen der Bezirksschule Frick befanden sich auf einem Schulausflug, dem sogenannten Heimattag.

Zusammen mit den Lehrpersonen hat die 1. Bezirksschulklasse während der Mittagspause, in der Nähe des Chaisacherturms, beim Wildiloch, Laufenburg/Sulz grilliert. Während dieser Mittagspause entfernten sich zwei 12-jährige Knaben von der Gruppe.

Unfallhergang noch nicht geklärt
Nach unbestätigten Angaben kam es zu einer «scherzhaften Rauferei», dies wollte die Staatsanwaltschaft aber weder bestätigen noch dementieren. Auch die Schulpflege wollte zum Unfallhergang nichts Genaueres sagen, da dies noch Teil der Untersuchung der Staatsanwaltschaft sei.

Sicher ist, dass einer der beiden Knaben einen steilen Geröllhang herunter stürzte und sich schwere Verletzungen zuzog. Es handelt sich dabei um den Sohn des Vizeammanns von Wittnau. Der Verunfallte wurde sofort mit der Rega ins Inselspital geflogen.

Die Unglücksstelle des tödlichen Schulunfalls von Sulz

Die Schülerinnen und Schüler, als auch die Lehrpersonen wurden nach dem Unfall von einem Care-Team betreut. Die Schule wurde bis zu den Sommerferien weitergeführt. «Da war es noch ein tragischer Unfall, aber kein Todesfall», sagt Cécile Liechti, Präsidentin der Schulpflege.

Am Dienstagabend verstarb der 12-jährige Knabe an den Folgen der schweren Verletzungen. «Es fällt unsagbar schwer, die Endgültigkeit dieses Ereignisses zu akzeptieren.»

Strafverfahren gegen Unbekannt

Die zuständige Staatsanwaltschaft Rheinfelden- Laufenburg hat ein Strafverfahren gegen Unbekannt wegen fahrlässiger Tötung eröffnet, um den genauen Hergang des Vorfalles zu untersuchen. Es geht insbesondere darum abzuklären, ob allenfalls Sorgfalts- und/oder Aufsichtspflichten gegenüber den Schülern verletzt wurden.

12-jähriger Schüler stürzt bei Schulausflug bei Sulz zu Tode.

12-jähriger Schüler stürzt bei Schulausflug bei Schulz zu Tode.

Laut Elisabeth Strebel, Mediensprecherin der Staatsanwaltschaft Aargau, wurden bereits nach dem Unfall Aussagen aufgenommen, weitere Einvernahmen laufen. Es wurde eine Obduktion angeordnet.

Die Schulleitung teilt indes mit: «Nach jetzigem Erkenntnisstand handelten die beteiligten Lehrpersonen bewusst und beispielhaft.»

Keine kantonalen Richtlinien

Eine kantonale Richtlinie, wie viele Aufsichtspersonen auf einem Schulausflug dabei sein sollen, gibt es nicht, wie Irène Richner, Mediensprecherin des Departements Bildung, Kultur und Sport sagt. «Jeder Ausflug hat ganz unterschiedliche Bedingungen. Die Anzahl Aufsichtspersonen variiert je nach Klassengrösse und Alter der Kinder. Es spielen auch weitere Faktoren eine Rolle, zum Beispiel wie viele Kinder mit dabei sind, die anspruchsvoll im Verhalten sind.»

Die einzige Empfehlung, die das Departement abgibt: Eine Lehrperson soll nie alleine auf einen Schulausflug, und die Anzahl Betreuungspersonen hat den Verhältnissen angepasst zu sein. «Wie viele Aufsichtspersonen schliesslich dabei sind, hat die Schule im Einzelnen zu entscheiden», so Richner. (kob)

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