Ast für Ast haben rund 30 Kinder in Sulz mühsam zusammengetragen und kunstvoll zu einem sieben Meter hohen Holzstapel aufgeschichtet. Dieser hätte am 1. August als Höhenfeuer entzündet werden sollen. Doch die Mühe wurde nicht belohnt. Unbekannte zündeten den Stoss bereits in der Nacht auf den Nationalfeiertag an.

Anwohnerin Elisabeth Schumacher hatte sich noch gewundert, als sie die Flammen und den Rauch sah. «Wieso brennt den das Feuer schon?», dachte sie sich und vermutete, das das Anzünden vorverlegt worden sein.

Die neunjährige Amira hat beim Aufbau mitgeholfen und ist enttäuscht. Ihre Mutter habe den Rauch gesehen und kurz darauf ein Feuerwehrauto. «Ich war sehr traurig», so die junge die Höhenfeuer-Helferin gegenüber Tele M1.

Solidarität im Dorf ist gross

Doch so einfach lassen sich die Sulzer ihr Höhenfeuer nicht vermiesen: In einer Blitzaktion sammelten sie noch am Nachmittag des 1. August Holz für einen neuen Stapel, auch wenn dieser nicht mehr ganz so schön aussieht wie der erste.

Dies gelang vor allem dank der tatkräftigen Unterstützung im Dorf. «Um 8 Uhr erhielt ich einen Anruf von einem Landwirt», erklärt Höhenfeuer-Leiter Reto Weiss. Dieser habe sofort angeboten mit Traktor und Kipper auszuhelfen. Auch der Förster war schnell mit einem Kran zur Stelle.

«Das zweite Aufstellen beruht auf reiner Solidaritätsbasis», erklärt Weiss gerührt. «Das ist wunderschön.» (cze)