Rheinfelden

Feldschlösschen will bis 2022 den Anteil erneuerbarer Energien von 54 auf 75 Prozent erhöhen

Thomas Janssen, Leiter Technik und Umwelt bei Feldschlösschen präsentierte die bereits realisierten sowie die künftig geplanten Massnahmen mit einer «Roadmap» bis 2030.

Thomas Janssen, Leiter Technik und Umwelt bei Feldschlösschen präsentierte die bereits realisierten sowie die künftig geplanten Massnahmen mit einer «Roadmap» bis 2030.

Die Brauerei Feldschlösschen lud Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu einem Fachanlass. Mit rund 40 Teilnehmenden wurden die Herausforderungen von Unternehmen in der Energiewende diskutiert.

54,1 Prozent – auf diese Zahl ist Thomas Janssen, Leiter Technik und Umwelt bei Feldschlösschen, besonders stolz. Das nämlich ist der Anteil an erneuerbarer Energie, mit welcher die Rheinfelder Brauerei heute ihr Bier produziert. Das Unternehmen hatte am Montag Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu einem Fachanlass eingeladen. Mit rund 40 Teilnehmenden wurden die Herausforderungen von Unternehmen in der Energiewende diskutiert.

Janssen präsentierte dabei die bereits realisierten sowie die künftig geplanten Massnahmen mit einer «Roadmap» bis 2030. Feldschlösschen hat sich ambitionierte Ziele gesetzt: Bis im Jahr 2022 will die Brauerei den Anteil erneuerbarer Energien auf 75 Prozent, bis 2030 gar auf über 90 Prozent steigern. Das Unternehmen wolle als Vorbild vorangehen, sagte Feldschlösschen-CEO Thomas Amstutz.

In einer Reihe von Kurzreferaten kamen unter anderem Kurt Bisang vom Bundesamt für Energie sowie Christian Zeyer vom Wirtschaftsverband «swisscleantech» zu Wort. In der anschliessenden Podiumsdiskussion tauschten sie sich mit Regierungsrat Stephan Attiger (FDP) und den Nationalräten Thierry Burkart (FDP) und Stefan MüllerAltermatt (CVP) aus.

Unternehmen als Vorbild

Thema dabei war unter anderem die Rolle der Politik in der Energiewende und in der Zusammenarbeit mit den Unternehmen in diesem Bereich. Christian Zeyer forderte von Politik und Wirtschaft, den Schritt in die Zukunft mit mehr Mut anzugehen. Gerade im Bereich Gebäudesanierung ortete er grosses Potenzial. Wobei Regierungsrat Attiger zugab, dass es in diesem Bereich «durchaus falsche Anreize» gäbe.

Attiger lenkte den Fokus allerdings auch auf die Rolle der Schweiz in der globalen Energie-Entwicklung. «Die Schweiz kann im Bereich der Entwicklung von Technologien eine Vorreiterrolle einnehmen.» Attiger lobte Feldschlösschen für die hohen Ziele. «Wenn grössere Firmen vorangehen, haben sie eine Leuchtturmfunktion und andere Unternehmen ziehen nach.» Deshalb sei es wichtig, die Herausforderungen anzunehmen. «Der Kanton Aargau will auch in 30 Jahren noch der Energiekanton sein», sagte Attiger.

Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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