«Ich kann es noch nicht fassen, es ist unglaublich, was wir herausgeholt haben», freut sich der Pascal Gerber im Videointerview. Siegessicher war sich der 20-jährige Aargauer keineswegs: «Ich war am Bangen beim 2. Platz, ich hatte kein gutes Gefühl.» Dass es ihm dennoch für die Goldmedaille gereicht hatte, liege an der Sauberkeit, mit der er gearbeitet habe, glaubt Gerber. «Die hat es wohl ausgemacht, die wenigen Fingerabdrücke und Kratzer.»

Das Spenglern ist Gerber quasi in die Wiege gelegt worden: «Das Faible habe ich wohl von meinem Grossvater geerbt.» Durch eine spontane Schnupperlehre sei er schliesslich zum Beruf gekommen.

«Ich kann es noch nicht fassen»: Aargauer Spengler gewinnt Gold in Budapest

«Ich kann es noch nicht fassen»: Aargauer Spengler gewinnt Gold in Budapest

Pascal Gerber holt an den Europameisterschaften in Budapest die Goldmedaille.

Die Vorbereitungen für Budapest begannen bereits vor Wochen: Mit seinem Experten Roger Gabler hat sich Gerber ins solothurnische Lostorf zurückgezogen, um für die Europameisterschaften gezielt zu trainieren. Dafür hat der Aargauer sogar sein Medizinstudium unterbrochen, das er nun wieder in Angriff nimmt. Zuerst werde er nun aber seinen Sieg feiern «und dann ausschlafen.»

Siegreiche Schweizer

Eine Goldmedaille erarbeiteten sich auch der Berner Land- und Baumaschinenmechaniker Simon Rüedi, der Zürcher Elektroinstallateur Daniel Gerber und der Berner Steinmetz Michael Egli. Bronze gewannen die Berner Dekorationsmalerin Lea Meier und der Berner Gipser und Trockenbauer Philippe Bütschi.

Damit sei die achtköpfige Schweizer Mannschaft so erfolgreich gewesen, wie noch nie, heisst es in einer Medienmitteilung von SwissSkills. In dem drei Tage dauernden Wettkampf setzten sich die Schweizer Sieger gegen maximal je 25 Mitkonkurrenten aus ganz Europa durch. Das Resultat sei ein Beweis für die gute Ausbildungsarbeit der Betriebe und Verbände in der Schweiz, wird Delegationsleiterin Christine Davatz im Communiqué zitiert. (sam/sda)