Laufenburg

Er startet als Wirt von Altstadt-Beiz mit einzigartigem Angebot – und ist trotz Corona überzeugt vom Erfolg

Liefert bereits aus: «Probstei»-Wirt Taher Hakimbai.

Liefert bereits aus: «Probstei»-Wirt Taher Hakimbai.

«Probstei»-Wirt Taher Hakimbai hofft auf viele Bestellungen und Take-away-Kunden. Sein Angebot ist weit und breit einzigartig.

Seinen Einstand als Wirt hatte sich Taher Hakimbai sicher anders vorgestellt. Im März unterschrieb der 27-jährige Afghane für die «Probstei» den Pachtvertrag, um ab dem 1.Mai in der Laufenburger Altstadt orientalische, griechische und mediterrane Speisen aufzutischen.

Doch nun ist Hakimbai erleichtert, dass er am Montag die ersten Gäste in seinem «Probstei Orient Express» begrüssen darf. Schliesslich hat er mehrere zehntausend Franken für neues Mobiliar, Geschirr, Küchengeräte und einen Lieferwagen in die Hand genommen.

Orientalisches Essen nach dem Rezept der «Mama»

Dass Hakimbai seinen Gästen in der kleinen Altstadtbeiz zwei der sechs Tische aufgrund der Abstandsregel nicht als Sitzgelegenheit anbieten kann, stört ihn kaum. «Den Grossteil meines Umsatzes will ich durch Take-away-Bestellungen und den Lieferservice erzielen», sagt er.

Hakimbai ist von seinem gastronomischen Erfolg überzeugt. «Wegen Corona lassen sich die Leute seit einigen Wochen vermehrt Essen liefern oder holen es ab.» Halte dieser Trend die nächsten Monate an, würde ihm dies in die Karten spielen.

Bereits am Donnerstag hat Hakimbai seinen Lieferdienst und das Take-away-Angebot gestartet. Wichtig für ihn ist, dass er möglichst schnell bei den grossen Lieferdienst-Plattformen wie etwa eat.ch gelistet wird. «Das dauert aber wohl noch einige Tage, weil die Plattformbetreiber aufgrund der Situation gerade viel zu tun haben», sagt er. Auch auf die Lieferung des neuen Kühlschranks wartet er noch.

Hakimbai ist bewusst, dass es in der Region einige Lieferdienste gibt, die um die Gaumen hungriger Fricktaler werben. «Aber niemand von ihnen bietet orientalische Speisen an – und die bereitet meine Mama hervorragend zu», sagt er mit einem Schmunzeln.

Auch im Wissen um die Auswirkungen des Coronavirus auf die Gastronomie hätte Hakimbai den Pachtvertrag Anfang März unterschrieben. «Ich arbeite seit vielen Jahren in der Küche und es war schon immer mein Traum, selbstständig einen Betrieb zu führen», sagt er.

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