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Einziger 3.-Ligist im Cup-Halbfinal: Fricks Fussballer verzaubern die ganze Liga

Torgefahr: Thomas Keller schlägt einen Eckball vors gegnerische Tor. zvg

Torgefahr: Thomas Keller schlägt einen Eckball vors gegnerische Tor. zvg

Gut möglich, dass die vierte Saison nach dem Abstieg in die 3. Liga für die Fricker Fussballer zum grossen Schaulaufen wird. Bei Saisonhalbzeit liegt der FC Frick klar auf Aufstiegskurs.

Das Beste kommt fast zum Schluss. Zwei Runden vor Ende der 3.-Liga-Vorrunde prügelten Fricks Fussballer den oberklassigen FC Wettingen mit einem 6:1-Kantersieg aus dem Aargauer Cup. Damit setzte die Mannschaft von Trainer Heini Meier ihrem erfolgreich verlaufenen Fussballherbst die Krone auf.

Der Lohn: Wie schon im Vorjahr steht man im Halbfinal – notabene als einziger 3.-Ligist. Am 30. März 2016 winkt mit einem Heimspiel gegen die Eagles Aarau aus der 2. Liga die Chance auf den Finaleinzug.

Erfolge im Cup sind schön und gut. Wichtiger ist allerdings das Abschneiden in der Meisterschaft. Und auch da präsentieren die Fricker eindrückliche Zahlen. Von den 13 Partien der 3.-Liga-Vorrunde gewannen sie deren zehn, mussten nur zweimal als Verlierer vom Feld und führen die Rangliste während der viereinhalb Monate langen Winterpause mit drei und mehr Punkten Vorsprung auf die Konkurrenz an. Die Rückkehr in die 2. Liga scheint nach vier Jahren also ein durchaus realistisches Ziel zu sein.

Baumeister des kleinen Fussballmärchens ist Heini Meier, seit über 20 Jahren dabei, FCF-Ehrenmitglied und mittlerweile die vierte Saison Trainer der ersten Mannschaft. Er übernahm das Team nach dem Abstieg aus der 2. Liga und machte es fit für die Zukunft. «Dass wir vor allem mit jungen eigenen Spielern erfolgreich sind, ist umso schöner», sagt Meier und weist stolz darauf hin, «dass wir einige mit Jahrgang 1993 und 1994 im Kader haben.» Unter Meier legte der FC Frick einen Steigerungslauf hin, erreichte die Ränge 8, 4 und letzte Saison 2.

Mit ein Grund für den anhaltenden Höhenflug ist auch die moderne Infrastruktur des Sportplatzes Ebnet. Seit drei Jahren verfügt man über einen Kunstrasen, im April 2014 durften die Fricker ihren sanierten Hauptplatz mit einem Fest einweihen. «Dass wir über einen Kunstrasen verfügen, macht es uns die Winterpause hindurch einfacher», so Meier, «wir können einmal wöchentlich draussen trainieren.»

Vielleicht setzen die Fricker noch einen drauf. Laut Meier ist ein Trainingslager im Süden ein heiss diskutiertes Thema. Mal schauen, ob seine Kicker am 19. März 2016 nicht nur bestens vorbereitet, sondern auch braun gebrannt zum ersten Spiel der Rückrunde antreten werden.

Die Aarauer Adler als Mahnmal

Sollten die Fricker im kommenden Frühling tatsächlich die Rückkehr ins Oberhaus schaffen, tun sie gut daran, sich geschickt zu verstärken. Denn wie gross der Unterschied zwischen der 3. und der 2. Liga ist, erfahren aktuell die Eagles Aarau. Letzte Saison glorios mit 71 Punkten aus 23 Partien aufgestiegen, liegt der nächste Cup-Gegner des FC Frick aktuell vier Zähler hinter dem rettenden elften Rang ganz am Schluss der 2.-Liga-Tabelle.

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