Herznach

Eintauchen, rausziehen, trocknen lassen: Aus Schnur und Wachs wird Kerze

Das beliebte Kerzenziehen in der Primarschule gehört schon lange zur Dorftradition. Am Mittwoch wurden bereits viele faszinierende Wachskreationen hergestellt.

Bereits zum 23. Mal findet das Kerzenziehen in der Primarschule in Herznach statt. Die 4. Klasse organisierte unter der Leitung von Ehepaar Edith und Bernhard Hehler diesen Anlass. Das Kerzenziehen hat am 9. November angefangen und dauert noch bis zum 18. November. Eine eigene Kerze herstellen und selbst nach individuellen Vorstellungen verzieren, daran haben viele Kinder grosse Freude. Dies zeigte sich auch gestern beim Kerzenziehen. In der Früh kamen einige Schulklassen, nicht nur von Herznach, sondern auch von ausserhalb. Am Nachmittag war der Anlass öffentlich und es kamen viele Kinder, teils sogar mit der ganzen Familie.

Sehr gut besucht

Schon beim Eintreten in den Werkraum der Schule steigt einem der unverwechselbare Geruch von heissem Wachs in die Nase. Eine erste, weihnachtliche Stimmung stellt sich ein. Die Kinder stehen alle rund um grosse Kessel, gefüllt mit farbigem Wachs. Edith Hehler erklärt den Kindern das Wachsen: «Den Docht immer viermal in den Kessel eintunken, den Wachs trocknen lassen und zum nächsten Kessel gehen.» So wandern die Kinder mit ihrem Docht im Kreis von Kessel zu Kessel. Ein Helferteam unterstützt die Kinder dabei, am Ende die Kerze nach ihren Wünsche zu verzieren. Leiter Bernhard Hehler, der Lehrer an der Primarschule ist, erklärt: «Das Kerzenziehen gibt es bei uns schon seit 1998, es ist schon so etwas wie Tradition.» Der Anlass sei immer sehr gut besucht. «Wir brauchen jeden Tag um die fünf Kilogramm Wachs, das ist wirklich eine Menge», so Hehler weiter. Mit dem Erlös des Anlasses wird das Klassenlager der 4. Klasse finanziert.

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