So manch ein Autofahrer sieht Rot am Autobahnzubringer in Eiken. Das Vorwärtskommen an der durch Ampeln gesteuerten Kreuzung wird zu den Verkehrsspitzen für die Verkehrsteilnehmer zum Geduldspiel. Das Bundesamt für Strassen (Astra) ergreift dagegen Massnahmen: Es will die Lichtanlage durch einen Kreisel ersetzen und dadurch am hochfrequentierten Verkehrsknoten für einen zügigeren Verkehrsabfluss sorgen.

Gegen dieses Vorhaben hat die Gemeinde Eiken Einsprache beim Bund eingelegt. Unter anderem befürchtet die Gemeinde, dass der Rückstau am Nadelöhr von der Laufenburger- zur Hauptstrasse zunimmt, wenn die Durchflussrate des Verkehrs am Verkehrsknoten erhöht wird. Verbunden mit der Einsprache forderte die Gemeinde eine Rückstaubremse, die den Verkehr nur portionsweise durch den Knotenpunkt abfliessen lässt und damit einer Mehrbelastung von der Laufenburger- zur Hauptstrasse hin entgegenwirkt (die AZ berichtete).

Das Eidgenössische Bundesamt für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation hat die Einsprache der Gemeinde und damit die Rückstaubremse jedoch abgelehnt und somit dem Astra die Plangenehmigungsverfügung für den Kreisel erteilt. «Mittlerweile haben wir das Detailprojekt erstellt», sagt Astra-Sprecherin Esther Widmer. Die ersten Vorarbeiten sind für September geplant. Hierbei geht es um das Bereitstellen der Installationsfläche sowie die Verbreiterung der Böschungen für den provisorischen Hilfskreisel. «Diese Arbeiten werden keinen Einfluss auf den Verkehr haben», sagt Widmer.

Punktuelle Umleitungen

Ursprünglich wollte das Astra mit den Hauptbauarbeiten für das 3,8 Millionen Franken teure Projekt noch in diesem Jahr beginnen. Aufgrund der Einsprachebehandlungen ist der Start der Hauptarbeiten jedoch erst für März 2019 terminiert. Dann werden die Signalportale, die den Verkehrsteilnehmern die Richtung weisen, sowie die Ampeln entfernt. In einem zweiten Schritt wird ein Hilfskreisel erstellt, welcher um den letztendlich zu bauenden Kreisel verläuft. Im Anschluss werden die drei Bypässe an den Kreisel erstellt sowie die vier Zufahrtsäste gebaut. «Das Projekt ist im November 2019 abgeschlossen», sagt Widmer.

Während der Hauptbauarbeiten wird der Verkehr über den einspurigen Hilfskreisel geregelt. Ziel ist es laut Widmer, die Autobahneinfahrt und -ausfahrt stets offen zu halten. Zwar müsse die Verkehrsführung auf den Lokalstrassen punktuell für Belagsarbeiten an den Anschlussästen umgeleitet werden, «grosse Verkehrsbehinderungen sind jedoch nicht zu erwarten».