Fricktal

Einmal Lourdes, immer wieder Lourdes: 50 Jahre Lourdespilgerverein

Erinnerung der Fricktaler Lourde-Pilger: Messe an der Lourdes-Grotte mit Bischof Vitus Huonder an der Schweizer Diözesan-Wallfahrt. – Foto: pd

Erinnerung der Fricktaler Lourde-Pilger: Messe an der Lourdes-Grotte mit Bischof Vitus Huonder an der Schweizer Diözesan-Wallfahrt. – Foto: pd

Der Lourdespilgerverein Fricktal feiert sein 50-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass finden am 8. Dezember Festivitäten statt. Der Schweizer Jugendbischof, Weihbischof Marian Eleganti, wird dem Gottesdienst in der Pfarrkirche Eiken vorstehen.

Es werden zahlreiche Vereinsdelegationen aus der ganzen Deutschschweiz mit ihren Fahnen im Fricktal zum 50-Jahr-Jubiläum des Lourdespilgervereins erwartet.

Seit am 11. Februar 1858 in Lourdes die heilige Jungfrau Maria dem armen Mädchen Bernadette Soubirous erschien ist, hat sich dieser einst kleine Ort am Fusse der französischen Pyrenäen zu einem Anziehungspunkt für Millionen von Pilgern entwickelt. Jahr für Jahr ziehen Gläubige aus aller Welt in grossen Scharen an die heilige Grotte, wo auf besondere Weise Kirchengeschichte geschrieben wird.

Seit langer Zeit gehören auch Fricktalerinnen und Fricktaler zum Kreis der treuen Marienverehrer, die regelmässig den weiten Weg nicht scheuen um den Gnadenort von Lourdes aufzusuchen. Die Fricktaler gründeten ihren eigenen Lourdespilgerverein, welcher dieses Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiern kann. Die Festivitäten finden am 8. Dezember mit bischöflichem Mitwirken in Eiken statt.

«Einmal Lourdes, immer wieder Lourdes», sagen Fricktaler Pilgerinnen und Pilger voller Begeisterung, wenn sie von ihren Wallfahrten nach Südwestfrankreich erzählen. Man spürt es aus den freudvollen Wallfahrtsberichten, dass die Grotte von Massabielle eine einzigartige Segens- und Hoffnungsquelle ist, an welche es die Menschen immer wieder von neuem hinzieht.

Im kommenden Jahr findet bereits die 118. diözesane Lourdeswallfahrt der drei Deutschschweizer Diözesen statt. Diese wird wiederum von den 23 Pilgervereinen der deutschen und rätoromanischen Schweiz, sowie zahlreichen Helferinnen, Helfern, Krankenschwestern, Ärzten sowie Seelsorgern, geprägt sein. Selbstverständlich sind auch die Fricktaler wieder mit einer stattlichen Gruppe dabei.

Beseelt vom Geist von Lourdes

Beseelt durch Wallfahrtserlebnisse von Lourdes, fanden sich am Tag der unbefleckten Empfängnis Mariens im Jahre 1963 in Frick 87 Gründungsmitglieder zusammen, um einen eigenen Lourdespilgerverein zu gründen. Als Hauptinitiant wirkte der damalige Pfarrer Weber aus Wölflinswil mit. Ehrengast an der Gründungsversammlung des Lourdespilgervereins war der Ostschweizer Ordensmann Bruder Leo Schwager aus Uznach, der am 30. April 1952 in Lourdes von einer unheilbaren Krankheit eine Spontanheilung erfahren durfte. Seine ärztlich bestätigte Heilung wurde weltweit bekannt. Sie ist von der katholischen Kirche offiziell als Wunder anerkannt.

Der statutarisch festgelegte Vereinszweck ist die Verehrung der Gottesmutter Maria und die För-derung der Lourdeswallfahrt im Vereinsgebiet. Der Verein soll Kranken, Invaliden, Bedürftigen und den Helferinnen und Helfern nach Möglichkeit zu einer Lourdeswallfahrt verhelfen.

Durch die aktive Tätigkeit des weit über 500 Mitglieder umfassenden Vereins wurden in den Jahren seines Bestehens unzähligen Menschen im Fricktal – Gesunden und Kranken, Begüterten wie Nichtbegüterten – die Reise nach Lourdes ermöglicht. Alljährlich lädt der Verein an einem Sommersonntag zu einer Tageswallfahrt in der Schweiz ein, was den Mitgliedern willkommene Gelegenheit zu einem Treffen ausserhalb der Lourdes-Wallfahrten ermöglicht.

Während seines 50-jährigen Bestehens wurde der Fricktaler Lourdespilgervereins von 8 Präsi-denten umsichtig geleitet. Als erster Präsident stand dem Verein Edmund Winter aus Münchwilen vor. Ihm folgten Moritz Reimann aus Oberhof, Eugen Noser aus Frick; Adolf Schmid aus Wölflinswil, Josef Hochstrasser aus Schupfart, Rosmarie Fricker aus Wittnau und Arthur Schlienger aus Wegenstetten.

Seit 2012 wirkt Mathias Schreiber, Wegenstetten, an der Spitze des jubilierenden Vereins. Als Präses und geistlicher Betreuer begleitet seit 2002 Pfarrer Fabian Schneider den Verein. Das Durchschnittsalter der Vorstandsmitglieder dürfte eines der jüngsten von sämtlichen Schweizer Lourdespilgervereinen sein.

Nicht unerwähnt bleiben soll, dass als Zeichen inniger Verbundenheit des Fricktals mit Lourdes in 7 Fricktaler Gemeinden im Laufe des letzten Jahrhunderts durch Lourdespilger schmucke Lourdes-Grotten entstanden sind. Diese werden liebevoll gepflegt und von vielen Menschen auch heute noch gerne besucht.

Jubiläumsfeierlichkeiten am 8. Dezember

Der Vorstand lädt nun die Vereinsmitglieder in die Pfarrkirche Eiken ein, wo am Sonntag, dem 8. Dezember, 10.30 Uhr, im Rahmen des Pfarreigottesdienstes eine Jubiläumsfeier abgehalten wird. Gast wird Jugend- und Weihbischof Marian Eleganti aus Chur sein. Er wird der heiligen Messe vorstehen und die Predigt halten. Er pflegt als langjähriger, aktiver Lourdespilger persönliche Kontakte zum Welt-Marienwallfahrtsort in den französischen Pyrenäen.

Am Nachmittag offeriert der Vorstand den Vereinsmitgliedern und Gästen im Kulturellen Saal Eiken ein reichhaltiges Programm, unter anderem mit einem Konzert des schweizerischen Lourdes-Personalchors. Dieses Konzert dürfte bei manchen Anwesenden unvergessliche Erinnerungen aufleben lassen an die beliebten Personalchor-Auftritte an den Wallfahrts-Feierlichkeiten in Lourdes mit Schweizer Beteiligung. Die angekündigte Teilnahme von rund 20 Delegationen anderer Lourdespilgervereine mit ihren bunten Fahnen wird den Fricktaler Feierlichkeiten an Maria-Empfängnis einen besonders festlichen Rahmen verleihen. (LPV/ST)

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