Zeiningen

Ein Knatsch ist schuld: Die öffentliche Weihnachtsfeier findet nicht statt

Die Schulweihnachtsfeier sorgt in Zeiningen für Diskussionen. (Archiv/Symbolbild)

Die Schulweihnachtsfeier sorgt in Zeiningen für Diskussionen. (Archiv/Symbolbild)

Die traditionelle öffentliche Weihnachtsfeier mit Krippenspiel in der Kirche wird in diesem Jahr nicht über die Bühne gehen. Der Grund sind Uneinigkeiten zwischen Schule und Kirchenpflege.

Informationsschreiben, wütende Anrufe, Gerüchte, Stellungnahmen – die Weihnachtsfeier der Schule Zeiningen sorgt in den vergangenen Tagen für einigen Wirbel. Klar ist: Die traditionelle öffentliche Weihnachtsfeier mit Krippenspiel in der Kirche wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Stattdessen feiert die Schule intern – heute Abend mit den Eltern der am Krippenspiel beteiligten Kinder und am Freitag mit allen Schülerinnen und Schülern, Lehrpersonen und Mitarbeitenden, jeweils in der Schulhaus-Aula.

Drei Proben in der Kirche

Grund für die Änderung, die im Dorf für Unruhe sorgt, sind Uneinigkeiten zwischen der Schule und der Kirchenpflege. Genauer: die «diesjährigen, durch die Kirche bestimmten Voraussetzzungen», wie Schulleiter Balz Wiederkehr sagt. Die Kirchenpflege habe der Schule nur drei Proben in der Kirche zugestehen wollen und ausserdem die Nutzung der Nebenräume untersagt, sagt Wiederkehr. «Das ist zu wenig für solch eine Feier.»

Bei der Kirchenpflege heisst es hingegen, man hätte die Weihnachtsfeier sehr gerne auch in diesem Jahr in der Kirche durchgeführt. Tatsächlich habe man Bedingungen gestellt und diese der Schulleitung «leider zeitlich etwas knapp mitgeteilt», sagt Kirchenpflege-Präsident Dominik Egloff.

Die Bedingungen der Kirchenpflege: «Drei Proben und dass die Kirche danach und nach der Feier jeweils sauber verlassen wird – beides auch aufgrund von personellen Engpässen», erklärt Egloff. So würden zwei der drei Sakristaninnen zurzeit krankheitsbedingt ausfallen. Ausserdem habe die Kirchenpflege beschlossen, den Pfarrsaal nicht mehr zur Verfügung zu stellen, weil dort in der Weihnachtszeit auch andere Anlässe durchgeführt würden.

Zeichen auf Versöhnung?

Der Krach um die Weihnachtsfeier hat in der Zwischenzeit auch die Gemeinde auf den Plan gerufen. In einer am Dienstag verschickten Mitteilung schreibt der Gemeinderat unter anderem: «Der Gemeinderat hat gleichzeitig wie die Bevölkerung Kenntnis davon erhalten, dass dieses Jahr keine öffentliche Schulweihnachtsfeier stattfindet. Dies bedauert der Gemeinderat zutiefst.»

Man sei zu keinem Zeitpunkt in den Entscheidungsprozess einbezogen worden, noch sei man über die Gründe der Absage informiert worden, heisst es weiter. Und: «Der Ressortverantwortliche Gemeinderat (Christoph Spitzli, Anm. der Redaktion) wird sich nächstes Jahr bei den Verantwortlichen dafür einsetzen, dass zukünftig wieder eine öffentliche Weihnachtsfeier in der Kirche stattfinden kann.»

Auch bei der Kirche scheinen nicht alle Türen zu – im Gegenteil: «Wir hoffen, dass wir uns 2016 wieder finden. Die Weihnachtsfeier der Schule war immer ein sehr schöner Anlass», sagt Kirchenpflege-Präsident Egloff. Und Schulleiter Balz Wiederkehr sagt: «Wir werden uns frühzeitig Gedanken machen und die Gespräche mit den involvierten Personen suchen.»

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