Frick

Ein grosser Tag für den Verein: Frick bekommt eine Tennishalle

Aufschlag Tennisclub Frick: Klubmitglieder, beteiligte Firmen und Gemeindevertreter nehmen am Montag gemeinsam den Spatenstich für die Tennishalle vor.

Aufschlag Tennisclub Frick: Klubmitglieder, beteiligte Firmen und Gemeindevertreter nehmen am Montag gemeinsam den Spatenstich für die Tennishalle vor.

Es war ein grosser Tag für den Tennisclub Frick (TCF): Am Montag lud der Klub zum Spatenstich für sein 3,5-Millionen­-Projekt ein.

In den nächsten gut zwölf Monaten wird die Anlage am Juraweg erneuert – und vor allem um eine Tennishalle mit drei Courts erweitert. Die vier Sandplätze werden zudem neu angeordnet und das Klubhaus um einen dritten Squash-Court erweitert. An den Kosten beteiligt sich der Squash Club Fricktal, der ebenfalls auf der Anlage trainiert, mit 400'000 Franken.

Die Kosten waren es auch, die den Klubverantwortlichen in den letzten Wochen Kopfzerbrechen bereiteten. Denn der Kanton kürzte den Beitrag aus dem Swisslos-Fonds nach einer Verordnungsänderung «um eine sechsstellige Summe», wie TCF-­Präsident Massimo Fini der AZ vor Monatsfrist sagte.

Das Projekt war damit gefährdet – und die TCF-Mitglieder hielten einmal mehr zusammen. «Eine Handvoll» Klubmitglieder, wie es Fini formuliert, sprang ein und stellt das plötzlich fehlende Geld langfristig und zu guten Konditionen zur Verfügung.

Fini hofft, dass dieser Rettungsschirm gar nie erst zum Tragen kommt und dass der Klub die fehlenden Mittel anderweitig auftreiben kann. Dazu werden nochmals alle Mitglieder angefragt, ob sie zusätzliche Darlehen zeichnen oder die bereits gezeichneten erhöhen können und wollen. Fini ist überzeugt, dass hier noch etwas geht. «Die Klubmitglieder stehen hinter dem Hallenprojekt und haben bereits Darlehen in sechsstelliger Höhe gezeichnet.»

Zudem will der Klub ein Crowdfunding starten und hat einen Wettbewerb lanciert. Wer für 50 Franken ein Pack Pasta – natürlich in Form von Tennisschlägern – kauft, tut nicht nur etwas für das Hallenprojekt, sondern kann ein Training samt Mittagessen mit dem ehemaligen Schweizer Tennisprofi Marco Chiudinelli gewinnen.

Strom für das ­Freizeitzentrum Vitamare

Ganz abgeschrieben hat der Klub den vollen Swisslos-Beitrag noch nicht. Man werde beim Regierungsrat ein Wiedererwä­gungsgesuch stellen, um vielleicht doch noch die volle Summe zu bekommen, sagt Fini. Im Gesuch will der Klub auf die spezielle Situation und das weit fortgeschrittene Stadium hinweisen. Fini ist sich allerdings bewusst, dass die Erfolgsaussichten nicht allzu rosig sind.

Das trübt aber weder seine Vorfreude auf die Tennishalle noch die der Klubmitglieder. «Wir legen heute den Grundstein für eine attraktive Tennis- und Squash-Zukunft», sagte Fini am Montag beim Spatenstich. Gemeindeammann Daniel Suter freute sich mit. «Die Vereine sind das Rückgrat der Gemeinde», sagte Suter und wünschte den beiden Vereinen alles Gute bei diesem herausfordernden Projekt.

Von der Tennishalle wird die Gemeinde nicht nur indirekt im Sinne eines weiteren Standortarguments für Zuzüger und Einwohner profitieren, sondern auch direkt: Auf dem grossen Hallendach wird die AEW Energie AG eine Fotovoltaikanlage installieren, mit welcher der Energiebedarf des Freizeitzentrums Vitamare gedeckt werden soll. Die Anlage wird laut René Wüst von der AEW Energie AG so viel Strom produzieren, wie 70 Einfamilienhäuser pro Jahr verbrauchen.

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