Eishockey

EHC Rheinfelden prescht ins Playoff-Halbfinal vor

Nun will Spielertrainer Thomas Keller mit dem EHC Rheinfelden ins Finale einziehen.

Nun will Spielertrainer Thomas Keller mit dem EHC Rheinfelden ins Finale einziehen.

Die Zähringer bezwangen im entscheidenden Spiel ihre Gegner aus Meinisberg BE – und sind von grossen Verletzungssorgen geplagt.

Es war ein Kraftakt für den EHC Rheinfelden: Im fünften und entscheidenden Spiel der Viertelfinal-Playoffs rangen die Zähringer Kufen-Cracks auf heimischen Eis am Donnerstagabend ihrer Gegner aus Meinisberg BE mit 7 zu 4 nieder. Damit zog die Zweit-Liga-Mannschaft ins Playoff-Halbfinal ein, in dem sie bereits am Samstag auswärts auf Bucheggberg SO trifft.

Der Sieg hat für die Mannschaft um Spielertrainer Thomas Keller jedoch einen bitteren Beigeschmack: Nach einem Bodycheck von hinten hat sich ein Leistungsträger aus der Verteidigung an der Schulter verletzt und fällt für die Begegnungen des Playoff-Halbfinals aus. «Wir haben uns nach dem Sieg zwar gefreut, doch der Verlust unseres Verteidigungsstrategen hat die Stimmung doch getrübt», sagt Keller, der nachschiebt, dass das Team seit Beginn der Saison von Verletzungssorgen geplagt wird. «Rippen- und Fersenbrüche, Knieverletzungen und Gehirnerschütterungen – so etwas habe ich bisher noch nie erlebt», sagt der ehemalige ­Nationalliga-B-Spieler.

Ein Lazarett und kaum Zeit für die Regeneration

In Anbetracht des Lazaretts, das das Team zu beklagen hat, kommt dem EHC Rheinfelden die kurze Regenerationspause bis zum ersten Halbfinal-Match gegen Bucheggberg nicht ­gerade entgegen. Gerade einmal zwölf einsatzfähige Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft stehen noch zur Verfügung. «Gut wären 15 oder 20 Spieler, also drei oder vier Blöcke à fünf Spieler, zwischen denen man wechseln kann», sagt Keller.

Glücklicherweise habe man während der Saison von den Früchten der Jugendarbeit profitieren können. «Wir haben viele junge Spieler aus der zweiten Mannschaft in die erste Mannschaft hochgeholt», sagt Keller. So bestand denn auch das Team im letzten Spiel gegen Meinisberg zur Hälfte aus Spielern, die aus der zweiten Mannschaft nachgerückt sind. «Die jungen Spieler machen einen Super-Job», sagt Keller, der gegen Bucheggberg keine Ausreden gelten lassen will und sich selbstbewusst zeigt. «Wir haben das bessere Team.»

Das Selbstbewusstsein zieht Keller vor allem auch aus der Rückrunde, in der man jedes Spiel siegreich gestalten konnte – mit einer Ausnahme: die Niederlage gegen Bucheggberg, dem jetzigen Halbfinal-Gegner. Ein negatives Vorzeichen sieht Keller darin aber nicht, denn: «Wir mussten das Match Forfait abgeben, weil während der Partie das Licht ausgefallen ist und es zu dunkel war.»

Kein Zufall sei es gewesen, dass man im Viertelfinal-Playoff gegen Meinisberg alle drei Partien, die für den Einzug ins Halbfinal nötig waren, auf heimischem Eis gewann – auswärts gab es hingegen zwei Nieder­lagen. «Das Besondere an unserer Spielstätte ist, dass sie seitlich geöffnet ist, während unsere Konkurrenten alle in einer geschlossenen Halle spielen», so Keller. Daran müssten sich die Gegner erst gewöhnen.

Ins Finale zieht nun diejenige Mannschaft ein, die zuerst zwei Partien gewinnt, wobei Bucheggberg, falls es zu einer dritten Partie kommt, einmal mehr Heimrecht hat als Rheinfelden. Trotzdem, so K­eller, habe man gute Karten. «Unser Ziel ist es, ins Finale einzuziehen und dort zu gewinnen.»

Autor

Dennis Kalt

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