Sisseln

Die Elfe betreut im alten Kindergarten bereits 21 Kinder

Sandra Galli und Marizka Fürer (von links) in der Chillecke des Familienzentrums Elfe in Sisseln.

Sandra Galli und Marizka Fürer (von links) in der Chillecke des Familienzentrums Elfe in Sisseln.

Das neue Familienzentrum Elfe hat mit der Tagesbetreuung von Babys und Kleinkindern im früheren Kindergarten Bodenacker begonnen. Doch Schritt für Schritt wollen sie sich nun weiter entwickeln.

Ein Jahr nach Auszug des regulären Kindergartens ist in das Gebäude gegenüber dem Hallenbades neues Leben eingekehrt. In der Tagesbetreuung haben Marizka Fürer und Sandra Galli schon 21 Kinder in ihrer Obhut – von elf Monaten bis elf Jahren.

Und auch die Spielgruppe Sunneschiin ist schon in den neuen Räumen angekommen. Arbeitsreiche Wochen liegen hinter dem Elfe-Team, seit die Einwohnergemeinde am 18. Juni grünes Licht für die Einrichtung gab und 10 000 Franken Startgeld genehmigte.

Grosszügige Unterstützung

Von dem Geld ist das allermeiste noch da. Denn bis auf ein paar Möbel hat der Verein noch nicht viel anschaffen müssen – weder Wandfarbe, noch Spielsachen noch den überwiegenden Teil der Einrichtung.

Denn all das haben Sissler dem Verein gratis überlassen. «Die grosse Anteilnahme der Bevölkerung hat uns positiv überrascht», sagt Marizka Fürer. Sie haben ein wenig gezittert vor dem Einzug ins frühere Kindergartengebäude. Gibt es Überraschungen? Mängel, von denen bislang nichts bekannt war?

Doch Gebäude und Haustechnik sind in Ordnung. Die im Gebäude verbliebenen Einbauschränke können sie ebenso gut gebrauchen wie die zwischen den Wänden gespannten Drähte. Daran hängen jetzt Vorhänge und Dekomaterialien, um den grossen Betreuungsraum optisch zu unterteilen und gemütlicher zu machen.

Von einer Neugestaltung des Aussenbereichs will der Verein – bis auf einen neuen Sandkasten – nichts wissen. Aus Kostengründen, aber auch weil, wie Sandra Galli sagt, «Kinder die Chance haben sollen, ihre Umgebung selbst zu gestalten».

Die Rasenfläche ist momentan zwar ziemlich verbrannt. Aber das liegt an der grossen Trockenheit und daran, dass das Erdreich hier nur rund einen halben Meter tief reicht. Denn das Elfe-Domizil steht direkt auf der Tiefgarage der angrenzenden Wohnsiedlung Rhyblick. Aus statischen Gründen ist es deshalb auch in Leichtbauweise errichtet.

Eine neue Küche muss her

Am vergangenen Montag, dem ersten Öffnungstag von Elfe, haben Marizka Fürer und Sandra Galli auch zum ersten Mal gekocht: Spaghetti Bolognese. Die Küche ist noch die grösste Baustelle der neuen Einrichtung.

Die alte könnten sie zwar weiter benutzen, doch der Herd hat nur zwei Platten und keine Dampfabzugshaube. Jetzt müssen sie nach einer günstigen neuen Küche suchen. Aber ihr ganzes Geld wollen sie dafür auch nicht ausgeben.

Elfe ist mit 21 Kindern gestartet, von denen allerdings nie alle gleichzeitig anwesend sind. Bislang ist nur an einem Nachmittag die maximale Gruppengrösse von 14 erreicht. Es hat also noch Kapazität in der Betreuung.

Marizka Fürer: «Wir lassen uns Zeit, das muss sich erst noch rumsprechen, dass es uns gibt.» Auch die anderen Elfe-Angebote kommen peu à peu: Wickelberatung, Hausaufgabenhilfe und Eltern-Café. Und irgendwann im Oktober soll es auch ein offizielles Elfe-Eröffnungsfest geben.

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