Laufenburg

Die alte Laufenburger Stadthalle verlässt die Schweiz

Um 1930 wurde die alte Stadthalle von Laufenburg als mobile Festhütte erstellt. Nun kommt sie in Deutschland zu neuen Ehren. sh/Archiv

Um 1930 wurde die alte Stadthalle von Laufenburg als mobile Festhütte erstellt. Nun kommt sie in Deutschland zu neuen Ehren. sh/Archiv

Die rund 80-jährige Holzkonstruktion wird im deutschen Kleines Wiesental zur Museumshalle für ausgediente Löschfahrzeuge der Feuerwehren aus der Umgebung und auch aus der Schweiz.

Die neue Stadthalle in Laufenburg mit ihrem schlichten und zugleich sehr modernen Äusseren ist bereits zum gewohnten Anblick geworden.

Dabei ist es noch gar nicht so lange her, seit das hölzerne Gerüst der alten Stadthalle den Platz zwischen Regionalspital und Schwimmbad noch für sich beanspruchte.

Auch wenn das alte Gebälk nicht mehr steht, so ist es nicht einfach für die Vernichtung freigegeben worden.

Die Firma Leureka AG, eine Tochtergesellschaft der Laufenburger Gärtnerei Leuenberger, hat der Stadt Laufenburg die vom regionalen Heimatschutz als erhaltenswert eingestufte Holzkonstruktion abgekauft und plante sie beim firmeneigenen Platz der Gartenbaufirma Leuenberger am Kaister Rheinufer als befahrbaren Unterstand wieder aufzustellen. Da es sich bei diesem Gelände aber um eine Rheinufer-Schutzzone handelt, erhielt die Firma keine Baubewilligung.

Teil eines Feuerwehrmuseums

Aufgestellt wird die rund 80-jährige Konstruktion in naher Zukunft gleichwohl. Nicht in der Schweiz, sondern im deutschen Wiesental. Wie René Leuenberger auf Anfrage erklärte, übernimmt der Feuerwehr-Museums-Verein in Kleines Wiesental – eine Ortschaft im Landkreis Lörrach – die verschraubbare, gewölbte Holztragekonstruktion.

In nicht allzu ferner Zukunft wird die alte Laufenburger Stadthalle Ort für spannende Feuerwehrgeschichte sein.

Bereits heute verfügt der noch junge Feuerwehrverein über diverse längst aussortierte Löschfahrzeuge der Feuerwehren der Umgebung wie auch aus der Schweiz. So auch ein Fahrzeug der einstigen Feuerwehr Ittenthal.

Noch liegen die Holzbögen der alten Halle in der Schweiz. Ihr Transport nach Deutschland ist für September geplant. Die Bauvorschriften in Deutschland sind sehr streng.

Bevor die hölzerne Konstruktion wieder aufgebaut wird, werden alle Teile genauestens geprüft, nach Bedarf restauriert oder ersetzt. Gleiches gilt auch für die Bolzen und Metallteile, sie werden abgestrahlt, teilweise sogar nachgebaut.

Schliesslich soll das alte Gebälk nach seinem Wiederaufbau sicher sein. So sicher wie, dass die einstige, als mobile Festhütte erbaute Halle weiter Geschichte schreiben wird.

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