Laufenburg

Deutsche Ministerin Müntefering besucht das Museum Schiff

Michelle Müntefering lässt sich von Joe Schnetzler, Roland Lenzin und Hannes Burger (v.l.) über das Bauprojekt Museum Schiff informieren.

Michelle Müntefering lässt sich von Joe Schnetzler, Roland Lenzin und Hannes Burger (v.l.) über das Bauprojekt Museum Schiff informieren.

Die deutsche Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik, Michelle Müntefering, trifft sich in Laufenburg zum Frühstück mit Kulturschaffenden, schaut sich die Stadt an und besucht das Museum Schiff – wo sie prompt noch was Neues lernt.

Im Laufenburger Museum Schiff lernt auch die deutsche Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik noch ­etwas. Am Donnerstag besuchte Michelle Müntefering die beiden Laufenburg. Dies auf Einladung der Waldshuter Bundestagsabgeordneten Rita Schwarzelühr-Sutter.

In Laufenburg stand neben einem Frühstück gemeinsam mit Kulturschaffenden aus der Region und einem Stadtrundgang auch der Besuch des grenzüberschreitenden Heimatmuseums Schiff auf dem Programm. Empfangen wurde die Delegation – dabei waren unter anderem Bürgermeister Ulrich Krieger und Stadt­ammann Herbert Weiss – von Hannes Burger, Präsident des Museumsvereins. Und weil beim Besuch auch das Umbau- und Sanierungsprojekt thema­tisiert werden sollte, waren auch Projektleiter Joe Schnetzler und Architekt Roland Lenzin anwesend.

Das Dreier­gespann führte die Staatsministerin anschliessend während gut einer Stunde durch das ­Museum, gab da Einblick in die Planungen und dort in die reiche Laufenburger Historie. Sie konnten dabei auch gleich erfreut berichten, dass vor wenigen ­Tagen sowohl die Einwohner- als auch die Ortsbürgergemeinde den Kreditvorlagen für die Sanierung zugestimmt haben. «Seither schlafen wir alle wieder etwas ruhiger», sagte Schnetzler mit einem Lachen.

Eine ­aufgeschlagene Bibel ­hinterlässt Eindruck

Müntefering zeigte sich angetan vom alten Gebäude an der Fischergasse, das aus den Jahren um 1600 stammt, und von der Laufenburger Stadtgeschichte. «Die Stadt ist ein Kristallisationspunkt der Geschichte», so die Ministerin. ­Lobende Worte fand sie auch für das Museum, in ihren Augen ein «Schmuckstück», und für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Städtchen in verschiedenen Bereichen. «Mir gefällt, dass hier gemeinsam ein Blick zurückgeworfen, aber auch gemeinsam in die Zukunft geschaut wird.»

Laufenburg zeige, was «eine gute Nachbarschaft» bewirken könne, so Müntefering. «Davon brauchen wir mehr und zwar auf allen Ebenen der nationalen und internationalen Politik.»
Und dann schaffte es Burger sogar, die Ministerin zu verblüffen. Die Delegation begutachtete gerade die Wechselausstellung «Biblia deutsch» und Burger öffnete die Beschläge einer Bibel mit zwei Faustschlägen. «Von da kommt die Redewendung: Die Bibel aufschlagen», so Burger – und Müntefering lachte: «Da habe ich wieder was gelernt.»

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