Densbüren

Der Kanton wird die Staffeleggstrasse sanieren – doch nicht vor 2018

Der Projektperimeter zieht sich durchs ganze Dorf, zirka bis zum Gemeindehaus.

Der Projektperimeter zieht sich durchs ganze Dorf, zirka bis zum Gemeindehaus.

Bis zwei Jahre dauern die Bauarbeiten, für die auch die Gemeinde rund 700'000 Franken zahlen muss. Auch neue Haltestellen werden gebaut.

Vor wenigen Jahren wurde die Kantonsstrasse über die Staffelegg-Passhöhe saniert. Nun zieht der Kanton das Projekt in Richtung Densbüren weiter. Der Projektperimeter beginnt, von der Staffelegg her kommend, einige hundert Meter vor dem Dorfeingang – ungefähr dort, wo links ein Abstellplatz liegt und die Lindenhof-Zufahrt in die Staffeleggstrasse mündet. Dann zieht sich der Projektperimeter durchs ganze Dorf und endet nach dem Parkplatz vis-à-vis dem Gemeindehaus.

Neuer Belag, neue Haltestellen

Im Wesentlichen umfasst das Projekt eine Erneuerung des Fahrbahnbelags und der Randabschlüsse, eine Optimierung aller Verkehrsknoten und Bushaltestellen. Letztere werden gelenkbustauglich und barrierefrei gemacht. Am südlichen Dorfeingang, etwa auf Höhe des «Volg», wird ein «Eingangstor» gebaut.

Dieses war bereits Bestandteil des regionalen Betriebs- und Gestaltungskonzepts, das die drei Gemeinden Ueken, Herznach und Densbüren in den Jahren 2012/2013 ausgearbeitet haben. Das heisst: Das Bauwerk wird den Beginn des Staffeleggtals optisch anzeigen. Ein weiteres Tor entsteht in Ueken.

Das «Tor» ist eine Verkehrsinsel und verlangsamt die einfahrenden Fahrzeuge. Gleichzeitig dient es den Velofahrern als Querungshilfe, denn an dieser Stelle mündet der separate Radweg in die Staffeleggstrasse. Überhaupt soll das ganze Projekt eine Verbesserung für den Langsamverkehr bringen.

Densbüren bekommt Rabatt

Von den gesamten Projektkosten (rund 4,9 Mio. Franken) entfallen gemäss Kantonsstrassendekret 728 000 Franken auf die Gemeinde. Das sind 32 Prozent der Kosten, die im Innerortsbereich entstehen. Eigentlich hätte Densbüren 40 Prozent übernehmen müssen.

Auf Antrag des Gemeinderats hat der Regierungsrat aber eine einmalige Reduktion des Beitrages beschlossen. Das Kantonsstrassendekret sieht nämlich vor, dass der Beitrag ermässigt werden kann, wenn eine Gemeinde besonders grosse Ausgaben hätte, weil ihre Strassen übermässig belastet werden.

Das trifft auf die Staffeleggachse zu. Sie ist Teil der Durchgangsstrassen-Verbindung Sursee–Schöftland–Aarau–Staffelegg–Frick und Bestandteil des Versorgungsroutennetzes für Ausnahmetransporte. Der Regierungsrat hält fest, die Strasse weise «eine vergleichsweise hohe Belastung durch überregionalen Verkehr auf», es herrscht etwa 15 Prozent mehr Durchgangsverkehr als auf anderen Aargauer Kantonsstrassen.

Gebaut wird nicht vor 2018

Zum Betrag, den Densbüren ans Kantonsstrassenprojekt bezahlen muss, kommen allfällige Kosten für Anpassungen an den Gemeindestrassen (Werkleitungen, Strassenbeleuchtung etc.). Der Gemeinderat rechnet mit etwa 40 000 Franken. Ein entsprechender Kredit wird den Stimmbürgern an einer späteren Versammlung unterbreitet.

Zunächst müssen die Stimmbürger nun Ja sagen zum Kredit für die Kantonsstrassensanierung. Danach geht das Projekt zur Genehmigung an den Regierungsrat. «Im Lauf des nächsten Jahres wird es dann öffentlich aufgelegt», sagt Projektleiter Fabian Gasser vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt. «Gebaut wird sicher nicht vor 2018.»

Fabian Gasser rechnet mit einer Bauzeit von 1½ bis 2 Jahren, genauer könne man das zum heutigen Zeitpunkt nicht sagen. Auch die Art und Weise der Verkehrsführung während der Bauzeit ist noch nicht festgelegt. Wahrscheinlich ist aber eine sogenannte Linienbaustelle, bei der jeweils eine Fahrbahnhälfte offenbleibt und der Verkehr mit einer Lichtsignalanlage geregelt wird.

Meistgesehen

Artboard 1