Das Bundesamt für Strassen (Astra) hat Mitte März mit den Bauarbeiten für den 40 Meter breiten Kreisel am Eiker Autobahnanschluss begonnen. Dieser ersetzt die Lichtanlage, die das Astra demontieren liess. Seither wird der Verkehr über einen provisorischen Kreisel durch den Knotenpunkt geleitet.

Bereits zu Beginn der Bauarbeiten befürchtete Gemeindeammann Stefan Grunder, dass es zu einem massiven Rückstau kommen wird, weil der Verkehr um den Kreisel ständig rollt. Speziell für die Autofahrer, die von der Autobahn aus Richtung Zürich kommend kurz oberhalb des Kreisels nach links in Richtung Agrola-Tankstelle abbiegen wollen, sei es ein Spiessroutenlauf, die Strasse zu queren.

Sechs Wochen nach der Inbetriebnahme des Kreisel-Regimes sieht Grunder sich bestätigt. «Zu den Stosszeiten haben die Verkehrsteilnehmer, die von der Autobahnausfahrt Zürich nach links abbiegen wollen, kaum eine Chance die Fahrbahn zu queren», so Grunder. Sie seien gezwungen, nach rechts in Richtung Kreisel abzubiegen und in diesem eine Runde zu drehen, um wieder in gewünschter Fahrrichtung unterwegs zu sein. «Dies erhöht den Druck auf den Kreisel nochmals zusätzlich», sagt Grunder.

Rückstau kann gefährlich werden

Zudem führe die erschwerte Ausfahrt von der Autobahn auf die Laufenburgerstrasse dazu, dass sich der Verkehr teilweise bis auf die Autobahn zurückstaue. «Dies kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass Autofahrer, welche die Ausfahrt Eiken nehmen wollen, den Rückstau zu spät erkennen, stark abbremsen müssen und dadurch den nachfahrenden Verkehr gefährden», sagt Grunder. Astra-Sprecherin Esther Widmer bestätigte wenige Tage nach Baubeginn, dass sich bei einem sehr hohen Verkehrsaufkommen der Verkehr bis zur Autobahn zurückstaut.

Darüber hinaus habe durch die Erhöhung der Durchflussrate durch den Kreisel der Rückstau am Nadelöhr von der Laufenburger- zur Hauptstrasse zugenommen, sagt Grunder. «Gerade die Berufstätigen im Sisslerfeld, die zu den Stosszeiten in Richtung Schupfart nach Hause fahren, müssen lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Oftmals hat man das Gefühl, dass gar nichts mehr geht.»

Um die Verkehrsproblematik zu entschärfen, sagt Grunder: «Ein Verkehrsdienst wäre wünschenswert.» Den Einsatz eines solchen liess das Astra bereits Ende März durch zwei Verkehrzählungen zu den Stosszeiten prüfen. Eine Auskunft über die Verkehrszählungen konnte das Astra aufgrund der Abstinenz des Projektverantwortlichen nicht geben.

Gemäss Astra soll der Bau des Kreisels Ende November abgeschlossen werden können. Einzig bei schlechter Witterung im Herbst muss der Einbau des Deckbelags eventuell auf das kommende Jahr verschoben werden. Für den Bau der Zufahrtsäste und für die abschliessenden Belagsarbeiten an den Anschlussästen werden dann punktuell Verkehrsdienste eingesetzt.

Grunder geht davon aus, dass, sobald der neue Kreisel gebaut ist, die Rückstauproblematik noch einmal zunehmen wird. «Jetzt fahren die Verkehrsteilnehmer aufgrund der vielen Baustellenschilder noch langsam und lassen hin und wieder eine Lücke.» Sobald die Schilder jedoch weg sind, sei dies nicht mehr der Fall, so Grunder.