Es ist eine neue Welt, in die Jürg Oeschger Anfang Jahr eingetaucht ist. Nach 12 Jahren als Amtsvormund und Berufsbeistand sowie einem Abstecher in ein Anwalts- und Notariatsbüro übernahm der 45-Jährige im Januar den Job als Gemeindeschreiber in Wölflinswil. Am meisten hat ihn die papierlose Verwaltung sowie die starke Zusammenarbeit mit Oberhof überrascht.

Jürg Oeschger, wie haben Sie die ersten Monate erlebt?

Jürg Oeschger: Die Arbeit ist sehr vielseitig und intensiv. Sämtliche Arbeiten, die auf meinem Schreibtisch landen, waren neu. Zudem kannte ich die Organisation in der Gemeinde noch nicht. Auch die Namen der Gebiete und Strassen waren neu. Die Verwaltung wie auch die Gemeinderäte unterstützen mich sehr.

Wie wurden Sie im Dorf aufgenommen?

Gut, freundlich und offen.

Wie sind Sie im Dorf verwurzelt?

Freunde und Personen, die ich kenne, wohnen in Wölflinswil. Verwurzelt bin ich aber nicht.

Wie erleben Sie die Bevölkerung?

Als offen und angenehm, aber auch verständnisvoll. Die Bevölkerung ist sehr aktiv und engagiert. Ein Beispiel: An der Versammlungswahl haben sich sieben Personen für die fünf Sitze im Gemeinderat zur Verfügung gestellt.

Was hat Sie am meisten überrascht?

Die fortschrittliche papierlose Verwaltung, die starke Zusammenarbeit in vielen Bereichen mit Oberhof, die Vielseitigkeit der Aufgaben – auf der Verwaltung findet das Leben statt. Ein Beispiel: Es kommt vor, dass Personen auf der Verwaltung anrufen und nachfragen, wie die Schneeverhältnisse auf dem Benken sind. Das war schon sehr gewöhnungsbedürftig.

Welche Begegnung hat Sie am tiefsten beeindruckt?

Die Unterstützung durch das Verwaltungsteam und durch den Gemeinderat.

Wie erleben Sie den Gemeinderat und die Zusammenarbeit?

Die Zusammenarbeit ist perfekt. Die Gemeinderäte sind sehr engagiert, lösungsorientiert und arbeiten pragmatisch.

Welche Ziele konnten Sie bereits umsetzen?

Aus meiner Sicht brauche ich mindestens einmal ein Jahr Erfahrung. Die Ziele werden wir gemeinsam angehen.

Was steht noch aus?

Ich bin immer noch in der Einarbeitung. Als Nächstes werden wir die definitive Aufgabenverteilung besprechen und vornehmen.

Kommen wir noch zur fast wichtigsten Nebensache der Welt, der Sitz-Sache: Mein Bürostuhl ist ...

... viel besetzt, da ich oft im Büro bin.