Münchwilen

Das Schulklima soll dank des neu gegründeten Elternrats besser werden

Dank des Elternrats sind diese in die schulischen Anliegen besser eingebunden. (Symbolbild)

Dank des Elternrats sind diese in die schulischen Anliegen besser eingebunden. (Symbolbild)

An der Primarschule Münchwilen ist nach mehreren Anläufen jetzt ein Elternrat entstanden – die Gemeinde begrüsst die Initiative.

Die Gründung des Elternrates in Münchwilen ging nicht von der Schule aus und auch nicht von der Gemeinde. Die Initiative ist aus den Reihen engagierter Eltern selbst gekommen. Es sind dies Nicole Schmid, Marius Fricker, Justus Goyn und Frank Glienke – eine Mutter und drei Väter von Kindern und Jugendlichen, die in Münchwilen die Schulbank drücken. Die vier decken die acht Jahre Kindergarten und Primarschule ab, gemäss den Statuten mindestens ein Elternvertreter pro zweistufiger Klasse.

«Der Elternrat leistet einen Beitrag zur Erhaltung und Verbesserung des Schulklimas. Er unterstützt und vertritt die Anliegen der Eltern. Er fördert die Beziehung Eltern/Schule», schreiben die Initianten in einer Mitteilung.

Die Idee zur Gründung habe immer mal wieder im Raum gestanden, berichtet Fricker. Doch erst jetzt sei diese konkret geworden. Die Präsidentin der Schulpflege Münchwilen, Jacqueline Wunderlin, bestätigt: «Ja, es hat in den vergangenen Jahren wiederholt Anläufe zur Gründung eines Elternrats in Münchwilen gegeben.» Jetzt sei es endlich Wirklichkeit geworden, und das «ist doch eine tolle Sache». Man sei als Schule «immer froh, wenn man auf einen Elternrat zurückgreifen kann», sagt sie. Wenn es dadurch gelinge, das Schulklima zu verbessern und die Eltern einzubeziehen. «Wir haben 80 Kinder bei uns. Hinter denen stehen bis zu 160 Mütter und Väter. Wenig ist das nicht», so Wunderlin. Die Frage, ob womöglich Konflikte im Vorfeld zur Gründung geführt haben könnten, beantworten Ratsgründer und Schulpflege mit Nein.

Im Aargau auf ­­ freiwilliger Basis

Im Unterschied zu anderen Kantonen sind Elternräte an Schulstandorten im Aargau nicht zwingend. Sie müssen eigens gegründet werden, sei es von der Schule selbst, sei es aus den Reihen der Eltern. «Wir freuen uns, dass die Schulpflege Münchwilen trotz dieser rechtlichen Ausgangslage bereits eine konstruktive Zusammenarbeit mit uns aufgenommen hat», schreiben die Münchwiler Elternratsgründer weiter.

Der fürs Ressort Bildung zuständige Gemeinderat Dieter Zimmermann sagt: «Ich begrüsse die Initiative. Es ist ein guter Weg, Eltern in die Schule zu integrieren, gerade vor dem Hintergrund der neuen Führungsstrukturen im Kanton Aargau.»

Den guten Weg kann auf Magden bezogen Corinne Bayer, Präsidentin des dortigen Elternrates, bestätigen. Den gibt es seit zehn Jahren und er vertritt die Mütter und Väter von 300 Primarschülern. Sie bilanziert: «Aus unserer Sicht hat sich das sehr bewährt.» (hcw)

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