Eishockey 2. Liga

Das letzte Spiel der Qualifikation wartet auf den EHC Rheinfelden – es geht um einiges

Thomas Keller: einst Nati-B-Spieler beim EHC Basel, heute Spielertrainer beim EHC Rheinfelden.

Thomas Keller: einst Nati-B-Spieler beim EHC Basel, heute Spielertrainer beim EHC Rheinfelden.

Die Fricktaler spielen am Mittwoch gegen den EHC Bucheggberg. In der Hinrunde ging das Spiel gegen die Solothurner verloren.

Im letzten Spiel der Qualifikation spielt am Mittwoch um 20.15 Uhr die Zweitliga-Mannschaft des Eishockeyclubs (EHC) Rheinfelden gegen den EHC Bucheggberg, nahe dem solothurnischen Zuchwil gelegen, in Rheinfelden.

«Mit einem Sieg können wir uns den zweiten Platz in der Playoff-Qualifikation sichern, den im Moment noch der EHC Bucheggberg innehat», erklärt Thomas Keller, Spielertrainer der Zähringer. Gegen Bucheggberg hat die erste Mannschaft in der Hinrunde nur knapp verloren und anschliessend jedes Spiel für sich entschieden.

Nach intensiver Hinrunde eine perfekte Rückrunde

Die Hinrunde sei nicht ideal verlaufen, schildert Thomas Keller, in Rheinfelden aufgewachsen und Topscorer und ehemals Nationalliga-B-Spieler beim EHC Basel. Seit bald fünf Jahren trainiert er die erste Mannschaft des EHC Rheinfelden in der zweiten Liga.

«Während andere Teams vollzählig im August mit der Qualifikationsvorbereitung angefangen haben, fehlten bei uns einige Spieler aus privaten Gründen wie etwa Hochzeiten oder Ferien», erklärt der 32-jährige Inhaber einer Firma für Finanzplanung und Versicherungsbroker. Sein Co-Trainer Michael Eppler habe auf und neben dem Eis hervorragende Arbeit geleistet und die ganze Vorbereitungsphase gestaltet.

Im Saisonrückblick eine spannende Affiche sei das Derby gegen Sissach gewesen. «Wie immer in den letzten fünf Jahren, seitdem wir beiden Nordwestschweizer Eishockeyclubs die Tabellenspitze innehaben», fügt Keller hinzu.

«Nach Verlängerung in extremis konnten wir gegen Sissach in der Rückrunde gewinnen. Es sind solche Spiele, worauf wir uns in den Playoffs freuen. Hoffentlich im grossen Gruppenfinale gegen Sissach», sagt Thomas Keller.

Aufgrund von Verletzungen waren die Rheinfelder in den letzten Matches unvollständig, so auch beim Sieg gegen den HC Brandis am vergangenen Samstag, als sie zu zwölft spielten. «Idealerweise verfügt man über 15 Spieler. Das heisst drei Mal fünf Spieler für einen Block», erklärt der Spielertrainer und hofft auf ein komplettes Team für heute Abend.

Respekt und gegenseitiges Weiterbringen zählten in der ersten Mannschaft viel. «Wir sind eine Gruppe von Freunden, die in der Vergangenheit schon zusammengespielt haben, sei es in Basel, Sissach oder Rheinfelden selber und in unterschiedlichen Ligen», beschreibt Keller sein Team.

Die Mannschaft bestehe aus Spielern zwischen 17 und 35 Jahren. «Die Kraft der Jungen und die Erfahrung der Älteren sind unsere Stärken.» Wie als Chef müsse er sich auch als Trainer nicht nur um Strategien und Taktiken kümmern, sondern auch um das Zwischenmenschliche im Team.

Die zweite Liga ist heute stärker als früher

«Die zweite Liga ist heute qualitativ stärker als früher, da es zwischen der Nationalliga B und der ersten Liga neu noch die My-Sports-League gibt.» In der zweiten Liga spielten ehemalige Erstliga-Spieler sowie auch Nati-B-Spieler, die mit der neuen Ligaeinteilung nichts anfangen könnten, sagt Thomas Keller.

«Ein Mannschaftssport wie Eishockey ist eine Lebensschule, in der man mit Disziplin und Willen Berge versetzen kann.» Schon von Kindesbeinen an hätten ihm dieses Prinzip seine Eltern, Silvia und Roland Keller, selber ehemaliger Topscorer in der zweiten Liga des EHC Rheinfelden, beigebracht. «Wie mein Vater trage ich als Spieler immer die Nummer 10. Heute trägt diese Nummer auch mein Göttibueb», freut sich der Fricktaler, seit kurzem selber Vater.

Nicht nur heute Abend, sondern auch morgen Donnerstag könne man die erste Mannschaft hautnah erleben. «Unsere erste Mannschaft wird morgen unsere Kleinsten trainieren, die je einen Kollegen mitbringen dürfen.» EHC-Luft schnuppern können Kinder in Rheinfelden und Umgebung jeden Samstag im «Kids Training».

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