Heute beginnt im Fricktal mit dem dritten Faissen das grosse Fasnachtswochenende: Umzüge, Bälle und Strassenfasnacht sind bis am Aschermittwoch Trumpf und locken Fasnächtler aus nah und fern. Bei allem fröhlichen und ausgelassenen Treiben gewichten die Veranstalter aber auch immer den Sicherheitsaspekt hoch.

Bereits friedlich über die Bühne gegangen ist in diesem Jahr der Rheinfelder Füürball im Bahnhofsaal. Rund zehn Personen eines Sicherheitsdienstes standen dabei im Einsatz, wie OK-Präsident Urs Zumsteg sagt. In den Anfängen des Balls habe man noch selber für die Sicherheit gesorgt, so Zumsteg.

Seit einigen Jahren hat man dies aber ausgelagert. «Für mich gehört das zu einem professionell organisierten Anlass», sagt Zumsteg. Die Security-Mitarbeiter führten am Eingang Alters- und teilweise Taschenkontrollen durch. Sie sind aber auch vor Ort- um zu verhindern, dass es zu Vorfällen wie Schlägereien kommt. Mit Erfolg: «Bislang hatten wir nie grössere Probleme», sagt Zumsteg.

Grenzüberschreitende Patrouillen

Auch in Laufenburg setzt das Organisationskomitee der Städtlefasnacht morgen am Guggen-Openair auf einen Sicherheitsdienst, wie Sicherheits-Chef Roman Maier sagt. In der Schweiz seien sieben Security-Mitarbeiter im Einsatz, auf badischer Seite 20 bis 25. «Die Sicherheitsfirma erhält von uns das Hausrecht», erklärt Maier. Somit kann sie Taschenkontrollen durchführen und Wegweisungen aussprechen.

An den Eingängen zum OpenairGelände gehören wie schon in den Vorjahren Taschenkontrollen zum Sicherheitskonzept. «Damit wollen wir verhindern, dass die Besucher Glasflaschen oder Alkoholika mitbringen.» Überhaupt haben die Organisatoren auf Schweizer Seite Gläser und Glasflaschen im Aussenbereich verbannt.

In badisch Rheinfelden machte nach einer Fasnachtsveranstaltung vor zehn Tagen der Fall einer jungen Baselbieterin Schlagzeilen, die sagt, ihr seien an der Party K.o.-Tropfen verabreicht worden. Solche Vorkommnisse seien tragisch, sagt Urs Zumsteg. Von Veranstalterseite könne man aber nicht viel mehr machen, als die Leute für die potenzielle Gefahr zu sensibilisieren.

Ähnlich sieht dies Roman Maier. Sicher versuche das Bar-Personal, auf auffälliges Verhalten zu achten. Wichtig sei es aber auch, dass die Fasnachtsbesucher Vorsicht walten und ihre Getränke nicht unbeaufsichtigt stehen liessen.

Auch die Regionalpolizei Oberes Fricktal wird an der Städtlefasnacht in Laufenburg patrouillieren – erstmals gemeinsam mit der deutschen Polizei und auch auf deutschem Boden. Den Lead habe dabei jeweils der einheimische Polizist, sagt Polizeichef Werner Bertschi. In Rheinfelden verzichtet die Regionalpolizei Unteres Fricktal dagegen auf die grenzüberschreitenden Patrouillen, wie Polizeichef Hansueli Loosli ausführte.

Strengere EU-Norm

Grenzüberschreitend ist sowohl in Laufenburg wie auch in Rheinfelden der Umzug am Fasnachts-Sonntag. Da die Vorschriften in der Schweiz und in Deutschland nicht ganz identisch sind, gelten für die Umzugsteilnehmer die strengeren EU-Normen, wie Roman Maier sagt. Vor dem Umzugsstart werden auf badischer Seite sowohl die Masse von Wagen wie auch die Vorschriften wie etwa Radabdeckungen kontrolliert.

Wie Dominik Brunner, Sicherheits-Chef der Fasnachtsgesellschaft Rheinfelden, sagt, sind keine neuen Auflagen dazu gekommen. «Es gelten seit einigen Jahren hohe Sicherheitsstandards», sagt Brunner und die (Wagen-)Gruppen hätten sich auch damit arrangiert.