Wegenstetten
Corona bremst die Skilift-Instandsetzung vorerst aus

STV Wegenstetten beraumt Sitzung für Schutzkonzept an – Schleppteller am Föhrlimatt sollen Anfang Dezember installiert werden.

Dennis Kalt
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Vor über drei Jahren konnte der Skilift am Föhrlimatt zum letzten Mal in Betrieb genommen werden.

Vor über drei Jahren konnte der Skilift am Föhrlimatt zum letzten Mal in Betrieb genommen werden.

zvg (18. Juni 2017)

Am Samstag hätten gemäss Jahresplan die Schleppteller am Föhrlimatt montiert, die Rädchen geölt und der Motor für einen Testlauf gestartet werden sollen. Doch daraus wird nichts. Die zweite Welle bremst die angesetzte Instandsetzung des Skilifts, den der STV Wegenstetten betreibt, aus.

Anberaumt haben die Mitglieder des Vereins für die nächsten Tage denn auch eine Sitzung, in der es zu klären gilt, welche Schutzmassnahmen für einen coronakonformen Betrieb umgesetzt werden müssen. «Klar ist jedoch, dass der Skilift Anfang Dezember betriebsbereit sein soll», sagt Präsident Christoph Schreiber. Anders als in den Jahren zuvor werde man den Lift wohl nicht an einem Tag, sondern über «zwei, drei Wochenenden mit mehreren kleinen Gruppen bereit machen», so Schreiber.

Um den Aufwand zu reduzieren, verzichte man auf den vorrangigen Aufbau der Sicherheitsnetze entlang der Piste und warte zu, bis genügend Schnee für den Liftbetrieb vorhanden ist. Dies auch, weil mangels Schnee die letzten drei Saisons ins Wasser fielen und alle Vorbereitungen umsonst waren. «Wir sind den Aufbau nicht leid, wollen jedoch vorausschauender agieren, indem wir etwa die Netze punktuell aufbauen», so Schreiber.

Ein Schnellschuss wäre es, vorgängig die Infrastruktur für das entsprechende Schutzkonzept aufzubauen. So könne sich die epidemiologische Lage innert kurzer Zeit stark verändern, was etwaige Investitionen für Schutzkonzepte obsolet machen würde.

Klar ist Schreiber, dass es an der Piste kritische Punkte gibt, an denen höchstwahrscheinlich etwas getan werden muss. Dies ist etwa die Hütte, in der sich die Skifahrer bei Speis und Trank aufwärmen. Eine Möglichkeit sei es hier, den Konsum an kleine Tische mit Heizelementen nach draussen zu verlagern.

Zudem könne es bei einer hohen Besucherfrequenz zu einer Ansammlung vor dem Lift kommen. «Ob wir hier etwa Markierungen machen oder Masken vorschlagen, darüber wird an der Sitzung genauso befunden wie über eine Lösung für die Skihütte.

Entgegenkommen könnte dem STV Wegenstetten, wenn aufgrund des Infektionsgeschehens Leute aus der Region auf die Skiferien oder Wochenendtrips in die alpinen Skigebiete verzichten. «Das könnte ein Vorteil sein, inwiefern sich dies aber auf die Besucherfrequenz auswirkt, ist nicht abschätzbar», sagt Schreiber.

Klar ist jedoch, dass dieser Gedanke ohne die wichtigste Zutat – den Schnee – Makulatur ist. Nach drei Saisons ohne Liftbetrieb glaubt Schreiber jedoch fest an die weisse Pracht von oben. «Dann werden wir ordentlich Werbung machen, falls bei einigen unser Lift bereits in Vergessenheit geraten ist.»