Grossbrand Zeiningen
«Bin ziemlich erschrocken»: So erlebte der verletzte Feuerwehrmann den Einsturz des Dachstocks

171 Feuerwehrleute sind am Montag ausgerückt, um den Grossbrand auf dem Neuhof in Zeiningen zu löschen. Zwei Feuerwehrleute verletzten sich bei den Löscharbeiten. Einer der beiden erzählt von dem Schreckmoment.

Mira Güntert
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Die Löscharbeiten beim Brand auf dem Neuhof an der Autobahn A3 verlangten von den alarmierten Feuerwehrleuten viel ab. Neben der Feuerwehr Möhlin/Zeiningen standen auch Mitglieder der Feuerwehren Rheinfelden, Magden/Olsberg und Unteres Fischingertal im Einsatz.

Insgesamt rückten 171 Feuerwehrleute aus, nachdem am Montagmorgen um 8.22 Uhr der Notruf eingegangen ist. Die zwei Feuerwehrmänner, die während den Löscharbeiten durch einen einstürzenden Dachstock verletzt wurden, konnten das Spital mittlerweile wieder verlassen.

So sah es am Tag danach aus:

Grossbrand Bauernhof Zeiningen – der Tag danach
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Der Besitzer des Neuhofs erlitt schwere Verbrennungen und musste mit einem Helikopter ins Spital gebracht werden.
Aus dem Einsatzbericht der Feuerwehr Möhlin/Zeiningen geht hervor, dass der Landwirt von einer Drittperson aus dem brennenden Wohnhaus gerettet wurde.
eben der Feuerwehr Möhlin/Zeiningen standen auch Mitglieder der Feuerwehren Rheinfelden, Magden/Olsberg und Unteres Fischingertal im Einsatz.
Insgesamt rückten 171 Feuerwehrleute aus, nachdem am Montagmorgen um 8.22 Uhr der Notruf eingegangen ist.
Schwierigkeiten bereitete vor allem die mangelnde Löschwasserversorgung.
Da diese für den Grossbrand nicht ausreichte, musste die Feuerwehr Wassertransporte von der Römerstrasse sowie vom Widmatthof auf den Neuhof legen.
Die drei eingestellten Pferde, die vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden konnten, würden weiterhin von ihrem Besitzer betreut.
Seit dem verheerenden Brand steht Gemeindepräsidentin Gisela Taufer mit der ebenfalls im Dorf lebenden Familie des verletzten Bauern in Kontakt.
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Grossbrand Bauernhof Zeiningen – der Tag danach

Peter Rippstein

Gegenüber «Tele M1» erzählt der betroffene Feuerwehrmann Peter Stocker von dem Schreckmoment: «Ich bin am Anfang natürlich ziemlich erschrocken unter dem ganzen Haufen. Ich habe dann versucht, mich zu bewegen und merkte, es geht eigentlich alles noch. Ich bin dann selbstständig unter dem ganzen Schuttberg herausgekommen.»

Der Atemschützer zog sich eine Schulterverletzung zu, die zu einem späteren Zeitpunkt operiert werden muss. Sein Feuerwehrkollege, der ebenfalls unter dem Gebälk begraben wurde, konnte das Spital ohne gröbere Verletzung wieder verlassen. «Tele M1» berichtete zudem, dass Ärzte den verletzten Landwirt am Dienstag aus dem Koma holen wollten. Er soll vor allem am Bein schwer verletzt sein.

Schwierigkeiten bereitete den Feuerwehrleuten vor allem die mangelnde Löschwasserversorgung. Da diese für den Grossbrand nicht ausreichte, musste die Feuerwehr Wassertransporte von der Römerstrasse sowie vom Widmatthof auf den Neuhof legen. Durch den Brand kamen keine Tiere zu Schaden. Die drei Pferde, die sich noch in den Stallanlagen befanden, konnten auf die Weide in Sicherheit gelassen werden.