Es sind zwei verschiedene Dorfwelten, die Daniel Sonderegger in seiner Laufbahn erlebt hat. Acht Jahre lang war er auf der Kanzlei in Kaiseraugst tätig, der mit gut 5500 Einwohnern drittgrössten und äusserst finanzstarken Gemeinde im Fricktal. Hier arbeitete er zuerst auf der Kanzlei und wurde dann 2010 stellvertretender Gemeindeschreiber. Im Februar 2017 wechselte er als Schreiber nach Münchwilen – eine mit gut 900 Einwohnern eher kleinere Kommune.

Daniel Sonderegger, wie haben Sie die ersten Monate in Münchwilen erlebt?

Daniel Sonderegger: Hektisch, spannend, aber auch sehr lehrreich. Es ist unglaublich, wie schnell die ersten knapp neun Monate vergangen sind. Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Es hat aber auch eine gewisse Zeit benötigt, um sich gut einarbeiten zu können.

Wie wurden Sie im Dorf aufgenommen?

Ich wurde von allen Seiten sehr herzlich empfangen und hatte bereits an meinem ersten Tag einen Pressetermin mit Fotoshooting.

Wie sind Sie mit Münchwilen verbunden?

Sofern es mir die Zeit erlaubt, nehme ich an kulturellen oder sportlichen Anlässen teil – beispielsweise am Stiefelweitwurf oder an der Bundesfeier. Ebenso trainiere ich ab und zu im Fitnesscenter in Münchwilen und über Mittag besuche ich gerne das lokale Restaurant.

Wie erleben Sie die Bevölkerung?

In einer kleinen Gemeinde ist alles etwas familiärer. Man kennt sich in der Gemeinde. Ich habe äusserst positive Erfahrungen mit der Bevölkerung gemacht. Als Gemeindeschreiber ist man sehr oft in einem Spannungsfeld, weshalb auch nicht immer alle Kontakte nur positiv verlaufen. Aber ich bin grundsätzlich positiv eingestellt und nehme die Anliegen aller Anspruchsgruppen sehr ernst.

Welche Begegnung hat Sie am tiefsten beeindruckt?

Hier kann und möchte ich keine einzelne Begegnung aufzählen. Ich hatte bereits einige sehr tolle Begegnungen, die mich bereichert haben.

Wie erleben Sie den Gemeinderat?

Die Zusammenarbeit ist sehr konstruktiv. Ich schätze den wertschätzenden Umgang zwischen Verwaltung und Gemeinderat. Der Rat setzt sich gut für die Wünsche und Bedürfnisse aus der Bevölkerung ein.

Welche Ziele und Vorsätze konnten Sie bereits umsetzen?

Mir war es von Anfang an wichtig, mich gut in ein Team integrieren zu können. Wir sind eine kleine Verwaltung und der Umgang ist für die Zusammenarbeit elementar. Ich bin froh, dass ich mich auf ein so gutes und eingespieltes Team verlassen kann.

Was steht noch aus?

Es sind einige grössere Projekte anstehend – vor allem im Bereich «Bau» –, die uns in der kommenden Legislaturperiode beschäftigen werden. Ein gewichtiges Geschäft ist die Gesamtrevision der Bau- und Nutzungsordnung, die uns noch länger beschäftigen wird. Zudem kann man ständig Abläufe und Prozesse optimieren und sich im Dienstleistungsbereich weiterentwickeln.

Kommen wir noch zur fast wichtigsten Nebensache der Welt, der Sitz-Sache: Mein Bürostuhl ist …

... bequem – und trotzdem nicht immer im Einsatz, da ich auch die Vorzüge meines Stehpultes schätze.