Kaisten
Bald Tempo 30 auf allen Gemeindestrassen?

Unter Verschiedenem informierte der Gemeinderat über mögliche Massnahmen zur Verkehrsberuhigung. Tempo 30, Einengungen und Umlegung der Postautoführung gehören dazu

Susanne Hörth
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Ein Teil des geplanten Verkehrskonzeptes in Kaisten betrifft auch die Mitteldorf- und Poststrasse. sh

Ein Teil des geplanten Verkehrskonzeptes in Kaisten betrifft auch die Mitteldorf- und Poststrasse. sh

2,32 Millionen Franken, 55 Prozent davon zulasten der Grundeigentümer, kostet die Erschliessung des Kaister Gebietes Rüttene-Fröschmatt. Das Sachgeschäft, damals noch inklusive der Gewerbezone mit Kosten von 3,1 Millionen Franken, wurde vor einem Jahr an den Gemeinderat nach längerer Diskussion zurückgewiesen. An der Gemeindeversammlung von gestern Abend wurde dem Kreditbegehren von 2,32 Millionen Franken ohne Wortmeldung die Zustimmung erteilt. Ja sagten die Anwesenden auch zu den 150000 Franken für die Sanierung des Holzschopf Boll und zu den 50000 Franken für die Projektierung «Sanierung Oberkaistenstrasse». Zustimmung erhielt ebenfalls das Einbürgerungsgesuch der vierköpfigen Familie Allegra.

Die anwesenden 183 Stimmberechtigten erteilten dem Gemeinderat ohne die Diskussion zu ergreifen die Ermächtigung für den Verkauf des Volg-Gebäudes für 410000 Franken. Käuferin der im Ortsteil Itten-thal gelegenen Liegenschaft ist die röm.-kath. Kirchgemeinde Ittenthal. Sie übernimmt alle bestehenden Mietverträge.

Bereits an der Sommergemeindeversammlung im Juni dieses Jahres hatte Gemeinderatsmitglied Willi Zahnd über die teils gefährliche Verkehrssituation in einigen Kaister Ortsteilen informiert. An der gestrigen Budgetgemeinde rückte Willi Zahnd das Thema unter Verschiedenem ein weiteres Mal in den Fokus der geplanten Gemeindeaktivitäten. Ziel ist es, in absehbarer Zeit ein umsetzbares Verkehrskonzept für die Gemeinde zu erarbeiten. Die Bevölkerung soll in den Planungsprozess in Form einer Arbeitsgruppen und Infoveranstaltungen mit eingebunden werden.

Dass mehr Verkehrssicherheit ein Bedürfnis bei der Bevölkerung ist, widerspiegelt sich unter anderem mit einer entsprechenden Unterschriftensammlung von Anwohnern der Weidstrasse. Ob im Unterdorf oder auf der Weidstrasse sind Autos in der Regel zu schnell unterwegs. Zu schnell sind hier auch die erlaubten 50 Stundenkilometer. Verkehrsberuhigungsmassnahmen, sei es mit flächendeckendem Tempo 30 auf allen Gemeindestrassen, Begegnungszonen (Tempo 20), Einengungen oder auch Umlegung der Postautoführung sind Gegenstand der kommenden Abklärungen. Bereits an der Sommergemeindeversammlung soll der Kredit für das Gutachten und ein halbes Jahr später der Ausführungskredit beantragt werden.

Eingebunden in das geplante Verkehrskonzept ist auch der Bereich Mitteldorfstrasse/Poststrasse im Dorfkern. Hier befinden sich unter anderem Volg, Bank, Gemeindehaus und Post. Parkplätze sind rar und die Enge der von Postautos und Privatautos verhältnismässig viel befahrenen Strasse führt nicht selten zu gefährlichen Verkehrssituationen. Um gemeinsam mit den umliegenden Liegenschaftsbesitzern Lösungen für die schwierige Verkehrssituation zu finden, hat der Gemeinderat ein an die Bank angrenzendes Gebäude für 494000 Franken gekauft. Laut Gemeindeordnung hat der Gemeinderat in Absprache mit der Finanzkommission die Kompetenz bis 500000 Franken pro Jahr für solche Käufe.

Gemeindeammann Josef Amsler erklärte zum Schluss der Versammlung, dass er und Gemeinderat Willi Zahnd mit Ende der laufenden Amtsperiode nicht mehr zur Wahl stünden. Franziska Winter, Stefan Moser und Marco Zaugg werden für die neue Amtsperiode wieder antreten.

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