Münchwilen

Backsteine, Beton und Humus: Bauschutt wurde einfach in den Wald gekippt

«Es ist vor allem mühsam für den Werkdienst, der sich darum kümmern muss», sagt der Gemeindeschreiber.

«Es ist vor allem mühsam für den Werkdienst, der sich darum kümmern muss», sagt der Gemeindeschreiber.

Die Gemeinde Münchwilen ärgert sich über illegal deponierten Bauschutt. Der Gemeindeschreiber bittet die Bevölkerung ihre Abfälle ordnungsgemäss zu entsorgen.

Es war eine unschöne Entdeckung, die Robert Brunner da vor einigen Tagen im Wald bei Münchwilen machen musste. Ein ganzer Haufen Bauschutt und Humus lag dort, deponiert auf einer Ausweichstelle an einer Waldstrasse. «Es sah aus wie Kraut und Rüben», sagt der Leiter des Münchwiler Werkdiensts. Backsteine, Beton, Isolationsmaterial, Holzstücke, Metallteile und eben Humus. Insgesamt fast zweieinhalb Kubik­meter Material.

Robert Brunner hat den Schutt und Humus inzwischen aus dem Wald geräumt und ordnungsgemäss entsorgt. «Das verursacht einerseits Kosten für die Gemeinde, ist andererseits aber vor allem mühsam für den Werkdienst, der sich darum kümmern muss», sagt Gemeindeschreiber Roger Wernli.

Die Gemeinde behält sich vor, Anzeige zu erstatten

Vermutungen oder Hinweise, woher der illegal entsorgte Bauschutt und Humus stammen könnte, gibt es nicht. «Der Urheber ist unbekannt», sagt Wernli. Auf eine Anzeige möchte die Gemeinde vorerst verzichten. Sie behält sich diesen Schritt aber vor, für den Fall, dass es noch einmal zu einem ähnlichen Vorfall kommt. «Dann würde eine Anzeige sicher zum Thema», so Wernli.

Denn: Die Gemeinde möchte der illegalen Abfallentsorgung so schnell wie möglich und am liebsten sofort den Riegel schieben. Sie nimmt den jetzigen Vorfall zum Anlass für einen Aufruf an die Bevölkerung. «Auf dem Gemeindegebiet wurden in letzter Zeit vermehrt Abfälle jeder Art abgelagert. Diesem Trend gilt es, mit Rücksicht auf unsere Umwelt und zum Wohle unserer Lebensqualität, vehement entgegenzuwirken», heisst es darin.

Spricht von einem «erhobenen Mahnfinger»

Die Bevölkerung wird weiter gebeten, die Abfälle ordnungsgemäss zu entsorgen. «Wir bitten die Bevölkerung ausserdem, die Augen offen zu halten und allfällige Beobachtungen der Gemeinde zu melden», so Wernli. Er spricht von einem «erhobenen Mahnfinger» und sagt: «Wir hoffen, dass wir mit dem Aufruf Aufmerksamkeit für das Thema schaffen und so auch eine Wirkung erzielen können, ohne, dass wir weitere Massnahmen ergreifen müssen.»

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Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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