Region

Aufzeichnungen zeigen: Februar war fünf Grad zu warm und niederschlagsreich

Auf dem Höhepunkt stieg die Temperatur mit 17,2 Grad auf die höchste Februar-Nachttemperatur seit Messbeginn. (Symbolbild)

Auf dem Höhepunkt stieg die Temperatur mit 17,2 Grad auf die höchste Februar-Nachttemperatur seit Messbeginn. (Symbolbild)

Als insgesamt zu warm und zu stürmisch zeigte sich der Februar 2020 in der Region. Es war der windreichste und mit einer Temperaturabweichung von fünf Grad der wärmste Februar seit Messbeginn 1966. Der zweite Monat des Jahres war 32 Stunden und 45 Minuten zu sonnig und 54 Liter pro Quadratmeter zu niederschlagsreich.

Der letzte meteorologische Wintermonat begann in der Region unter dem Einfluss von Tief Ottilia frühlingshaft warm, sehr nass und sehr windig. In der Nacht auf den 4. Februar brachte Sturmtief Petra sogar Böenspitzen von bis zu 90 Stundenkilometern. Auf dem Höhepunkt stieg die Temperatur mit 17,2 Grad auf die höchste Februar-Nachttemperatur seit Messbeginn. Ausgehend davon kam in der zweiten Nachthälfte eine markante Kaltfront, sodass die Temperatur bis zum Morgen innerhalb von nur sechs Stunden auf 3,3 Grad sank.

In den ersten vier Februar­tagen fiel mit 56 Litern pro ­Quadratmeter schon 76 Prozent des Februar-Niederschlagssolls. Hoch Frank übernahm ab dem 5. Februar das Zepter und sorgte bis zum 9. mit kälterer Meeresluft für ruhiges, sehr sonniges Wetter mit Nachtfrösten. In der Nacht auf den 10. Februar erreichte Sturmtief Sabine die Region. Es sorgte zwei Tage lang für Böen von über 90 Stundenkilometern.

Durch die Tiefs Tomris und Uta blieb das windige bis stürmische Wetter mit Regen- und Graupelschauern bis zur Monatsmitte, wobei bereits am 13. der langjährige durchschnittliche Februar-Niederschlag übertroffen wurde. Auch nach der ersten Februarhälfte blieb mit den Tiefs Viktoria und Wiltraud das unbeständige, teils windige Wetter mit milden Temperaturen erhalten.

Wenn man den Sinn der Fasnacht darin sieht, den Winter zu vertreiben, war die Fasnacht dieses Jahr absolut nicht erforderlich, denn wo kein Winter war, konnte auch keiner vertrieben werden. Mit 17,1 Grad herrschte am Fasnachtsmontag bei strahlendem Sonnenschein sehr warmes Wetter, das eher zu einem Ausflug in den Biergarten einlud. Am Fasnachtsdienstag stellte sich erneut eine für den diesjährigen Februar typische Westwetterlage ein. Die Sturmtiefs Zehra, Bianca und Char­lotte sorgten in der Region bis zum Monatsende mit stürmischen Böen für wechselhaftes Schauerwetter.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1