Laufenburg

Alle Sinne ausblenden und nur auf die Stimme hören: Das ist eine Lesung in der Dunkelheit

Christian Haller liest, während die Zuhörer in der Kultschüür im Dunkeln sitzen.

Christian Haller liest, während die Zuhörer in der Kultschüür im Dunkeln sitzen.

«Reading by Night» in der Laufenburger Kultschüür: Es lesen der mehrfach preisgekrönte Autor Christian Haller aus Laufenburg aus «Reise im Korbstuhl» sowie Erik Nolmans aus seinem soeben erschienenen Roman «Die vierzig Tage der Lagune».

Das Wochenende vom 2. und 3. November steht im Eventlokal Kultschüür ganz im Zeichen von Sounds und Lyrik. Am Samstag kommt es zur dritten Austragung des Anlasses «Reading by Night» mit Christian Haller, Natalia Dauer, Erik Nolmans und Murielle Kälin. Am Sonntag präsentiert das Gitarrenduo «schö a deux» ihr Konzert «Ida – ein musikalisches Portrait».

Wenn die Abende länger werden, so liest man wieder gerne Bücher. Aber es besteht auch die Möglichkeit literarische Texte als Zuhörer zu geniessen. So etwa am Anlass «Reading by Night» am 2. November um 20 Uhr. Während die Besucher in der Dunkelheit sitzen, kommen die Worte der Lesung mittels Mikrofon und Lautsprecher aus einem Nebenraum.

Christian Haller und Erik Nolmans

Der mehrfach preisgekrönte Autor Christian Haller aus Laufenburg liest aus «Reise im Korbstuhl». Christian Hallers Epos nimmt den Leser auf eine kosmische Reise durch die Geschichte mit. In beschwingten Rhythmen führt es einen dantesken Höllentrichter hinab zum Durchgang in die ganz andere Welt der Quanten, die ungewohnten, doch wunderbaren Gesetzen folgt.

Erik Nolmans, seines Zeichens stellvertretender Chefredaktor der «Bilanz», liest aus seinem soeben erschienenen Roman «Die vierzig Tage der Lagune». Der Roman ist nicht nur eine Liebesgeschichte vor ungewöhnlicher Kulisse, sondern auch ein Manifest für die Freiheit des Individuums, die es unter allen Umständen zu verteidigen gilt. Frauenpower verkörpert Murielle Kälin, die Autorin stellt ihren vierten Roman «Hin-über» vor. Ein Buch über den Tod, das alles beinhaltet, was das Leben so ausmacht. Es wird gelacht, geweint, geliebt und Karaoke gesungen.

Der Sonntag steht im Zeichen der Gitarrenmusik

Musikalisch umrahmt wird die Lesung in der Dunkelheit durch einfühlsame Musik auf Cello und Klavier mit Natalia Dauer. Die international erfolgreiche Musikerin gewann dieses Jahr den «kleinen Prix Walo».

Klassische Gitarrenmusik – träumerisch, nachdenklich, verspielt und immer unglaublich reich an Farben: Dies dürfen die Gäste am 3. November um 18 Uhr beim Konzert von «schö a deux» mit dem Titel «Ida – ein musikalisches Portrait» erwarten.

Noemi Locher und Esther Thommen haben an der Musikhochschule Basel klassische Gitarre studiert und präsentieren nun ihr rund einstündiges Programm «Ida», das sich um die französische Gitarristin und Komponistin Ida Presti dreht.

Presti wurde bereits in jungen Jahren als ausserordentlich begabte Instrumentalistin gelobt und erlangte später vor allem mit ihrem Gitarrenduo «Presti Lagoya» viel Ruhm. Ihre Kompositionen bleiben jedoch bis heute selten gespielt und sind weitgehend unbekannt. (az)

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