«Es gibt nichts Schöneres, als Kinderaugen zum Strahlen zu bringen.» Mäggi Schmid ist der Enthusiasmus anzuhören, mit dem sie ihr Adventsfenster an der Möhliner Hauptstrasse dekoriert. Zum vierten Mal machen Mäggi und Hans Schmid bei der Aktion mit und jedes Mal haben sie sich etwas Neues einfallen lassen. «Wir haben einen Fundus», so Schmid. Sie dekoriert das Haus nicht nur in der Adventszeit, sondern das ganze Jahr über saisongerecht.

In diesem Jahr ist das Sujet ihres Adventsfensters ein Weihnachtsmarkt in einer winterlichen Landschaft. Ein Zug fährt durch die Szenerie, ein Karussell und ein Riesenrad drehen sich. «Wenn sich im Fenster etwas bewegt, ist das für die Kinder noch spannender», sagt Mäggi Schmid. Sie freut sich, dass immer wieder Kinder und Erwachsene stehen bleiben und ihre Weihnachtsmarktszene begutachten. Auch bei der Eröffnung ihres Fensters am 3. Dezember hätten sich zahlreiche Menschen eingefunden.

André Beyeler, der seitens der Gemeinde Möhlin die Adventsfenster-Aktion koordiniert, hat beobachtet, dass es viele Leute gibt, die regelmässig an den Fenstereröffnungen teilnehmen. «So nehmen die Adventsfenster auch eine soziale Funktion wahr. Man kommt miteinander ins Gespräch.» Dieser Gedanke liegt auch in Rheinfelden der Adventsfenster-Aktion zugrunde. «Wir möchten dazu beitragen, dass man im Advent einen Moment findet und sich trifft», sagt Stéphanie Berthoud, Leiterin von Rheinfelden Tourismus.

Auch Institutionen machen mit

Dekorateure zu finden, sei dieses Jahr nicht schwierig gewesen, so Berthoud weiter. «Das freut uns sehr und zeigt uns auch, dass das Interesse nach wie vor da ist.» In Möhlin haben sich dieses Jahr gar mehr als 24 Private und Institutionen gemeldet. «Wir haben deshalb schon eine Warteliste fürs kommende Jahr», sagt Beyeler. Er hat festgestellt, dass sich in Möhlin zunehmend Geschäfte oder Institutionen melden, um ein Adventsfenster zu dekorieren. Auch in Rheinfelden nähmen Geschäfte und Institutionen das Adventsfenster zum Anlass, Freunde und Bekannte zum Apéro einzuladen, weiss Stéphanie Berthoud.

In kleineren Gemeinden sind es dagegen noch hauptsächlich Private – oftmals Familien –, welche Kreativität beweisen und die Adventsfenster schmücken. Dies zeigt etwa ein Blick nach Sisseln, Eiken, Gipf-Oberfrick oder in die Gemeinde Mettauertal. Dort gibt es gar vier Adventsfenster-Aktionen: je eine in den Ortsteilen Etzgen, Mettau, Oberhofen und Wil. Das freut Mäggi Schmid: «In der heutigen hektischen Zeit ist es wichtig, dass man auch privates Engagement für solche Aktionen zeigt», sagt sie. «Und man bekommt dafür ein Lächeln zurück.»