Möhlin

50 Jahre Storchenstation Möhlin: Ein halbes Jahrhundert im Dienst von Meister Adebar

Setzen sich für den Storch ein: die beiden Co-Präsidenten des Natur- und Vogelschutzvereins Hansruedi Böni (l.) und Markus Kasper (r.) sowie Martin Hohermuth, OK-Präsident der Jubiläumsfeier.

Setzen sich für den Storch ein: die beiden Co-Präsidenten des Natur- und Vogelschutzvereins Hansruedi Böni (l.) und Markus Kasper (r.) sowie Martin Hohermuth, OK-Präsident der Jubiläumsfeier.

Natur- und Vogelschutzverein feiert 50-Jahre-Jubiläum der Storchenstation Möhlin – diese soll sich zum Informationszentrum wandeln.

Am Anfang des Wiederansiedlungsprojekts der Weissstörche stand eine Maschine der Swissair. Im Winter 1970 war es, als sie in Algerien abhob und elf Störche in die Schweiz transportierte. Dies waren die ersten Störche, welche die Station in Möhlin bezogen, die damals der Verein Natur- und Vogelschutz Möhlin (NVM) in Fronarbeit erbaute.

Die Gemeinde stellte am Dorfrand das Land zur Verfügung, ansässige Firmen spendeten Material für die Volieren. Bereits ein Jahr später brütete das erste Storchenpärchen.

Die Freude im Gesicht von Martin Hohermuth war deutlich erkennbar, als er an der 50-Jahre-Jubiläumsfeier am Freitagabend in Möhlin die Anfänge der Storchenstation vor rund 60 Gästen rekapitulierte. «In diesem Frühjahr konnten wir den 1000. Möhliner Jungstorch beringen», so der OK-Präsident der Jubiläumsfeier.

Dieses Frühjahr waren es wieder 50 Jungstörche, die in Möhlin flügge geworden sind, berichtete Bruno Gardelli, Leiter der Möhliner Storchen- und Wildvogelpflegestation. Gemäss Hansruedi Böni, Co-Präsident des NVM, sei der Weissstorch hierzulande «über den Berg». Co-Präsident Markus Kasper bezeichnete aufgrund der Anerkennung und Aufmerksamkeit, die man für die Storchenstation erhalte, diese als das Flaggschiff des Vereins.

Ziel sei es jetzt für den seit einigen Monaten in der Flugvoliere lebenden Schwarzstorch Coronero ein Weibchen für das nächste Frühjahr zu besorgen. «Hierzulande sind keine brütenden Schwarzstörche bekannt», sagte Böni.

Über 100 Vögel werden pro Jahr in Pflege genommen

Hohermuth wand in seiner Ansprache den fünf freiwilligen Helfern, die sich in der Storchen- und Wildvogelpflegestation um kranke oder verletzte Vögel kümmern, ein Kränzchen. «Ohne sie würde es nicht gehen.» Um weiterhin für die Vögel in diesem Ausmass da zu sein – über 100 werden jährlich in die Pflege aufgenommen –, bräuchte man jedoch mittelfristig neue Freiwillige, die mit Eifer und Spass bei der Sache seien.

Hohermuth berichtete, dass die Station so langsam zum Informationszentrum für die Natur umgebaut wird. So ist etwa die Pionierfläche, auf der sich widerstandsfähige, genügsame und einheimische Pflanzen und Kleintiere ansiedeln sollen, fertig gestellt. «Ein Teil der Volieren ist erneuert worden. Sie sind nun besser einsehbar», sagte Hohermuth. Die gegenüberliegende Seite werde demnächst auf Vordermann gebracht.

In einem weiteren Programmpunkt stellte der NVM rund 70 Zeichnungen vor, die von 7- bis 12-jährigen Schülern angefertigt wurden. Freunde, Mitglieder und Gönner liessen den Abend mit Wein und kleinen Häppchen – in Storchenform – ausklingen.

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