«Bis zum Ausstellungsbeginn sind im Durchschnitt täglich 30 Personen im Einsatz, die sich um den Aufbau kümmern», sagt der Bauchef der Expo 2019, Daniel Kopp an der Pressekonferenz knapp zwei Wochen vor dem Start der ersten Gewerbeausstellung Unteres Fricktal. Bereits sind auf dem Expo-Areal zwischen dem Hotel Schützen und der Schifflände die ersten Zelte für die insgesamt rund 120 Aussteller sichtbar.

Ursprünglich hatten die Organisatoren um OK-Präsident Raymond Keller mit bis zu 150 Anmeldungen gerechnet. Doch trotz der etwas geringeren Ausstellerzahl, sei man nun «komplett ausgebucht», so Keller. Einerseits habe man das Ausstellungsgelände etwas komprimiert und andererseits haben die einzelnen Aussteller grössere Flächen gemietet als erwartet. Dies sorgt dafür, dass es auf finanzieller Seite gut aussieht. Das Budget von 470 000 Franken sollte gemäss Keller eingehalten werden können. «Wir sind auf dem Weg zu einer schwarzen Null», so der OK-Präsident.

Berufsschau und Podiumsdiskussion

Die Organisatoren rechnen damit, dass an den drei Expo-Tagen rund 30 000 Besucher die Gewerbeausstellung besuchen werden. Raymond Keller hofft, dass möglichst viele von ihnen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Parkierungsmöglichkeiten gibt es dennoch in mehreren Parkhäusern in Gehdistanz zum Ausstellungsgelände. Man sei zwar noch in Verhandlungen mit den Betreibern, so Keller, voraussichtlich seien die Parkplätze jedoch kostenpflichtig.

Die Besucher erwartet eine Ausstellung mit Einzel- und Gemeinschaftständen. Tourismus Rheinfelden und Rettungsorganisationen präsentieren sich ebenso wie Bauunternehmungen, Maler, Schreiner, Garagen oder Immobilienmakler. Neben der Gewerbeausstellung haben die Organisatoren ein buntes Rahmenprogramm zusammengestellt. Es reicht vom Kindertheater über einen ökumenischen Gottesdienst und Konzerte bis hin zu Jonglage- oder BMX-Shows und moderierten Vorführungen der Unfall- oder Rheinrettung. Und auch an andere «Details» haben die Organisatoren gedacht: So erhalten etwa am Expo-Sonntag, dem Muttertag, alle Mütter beim Verlassen des Festgeländes einen Blumengruss.

Am Freitag und am Samstag findet zudem eine Berufsschau in der Kurbrunnenanlage statt. «42 Ausbildungsbetriebe präsentieren gegen 60 Berufe», so Alfons P. Kaufmann, der für die Organisation der Berufsschau zuständig ist. «Insgesamt stehen 250 bis 300 Ausbildnerinnen und Lernende im Einsatz.» Am Freitagnachmittag ist die Berufsschau für Schulklassen geöffnet, am Samstag für Jugendliche mit ihren Eltern.

Letztere sollen zudem mit einer Podiumsdiskussion am Freitagabend angesprochen werden. Um 19 Uhr diskutieren im Hotel Schützen unter anderem Ursula Renold von der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich, Crispino Bergamaschi, Direktionspräsident der Fachhochschule Nordwestschweiz und Erziehungswissenschaftlerin Margrit Stamm über das Berufsbildungssystem in der Schweiz.

«Rhystärn» kommt nicht

Für das leibliche Wohl der Expo-Besucher sorgen 15 Anbieter auf dem zentralen Foodcourt. Daneben haben die Rheinfelder Restaurants geöffnet. Wie der Ressortverantwortliche, Martin Sonderegger, sagte, ist das Gastro-Angebot etwas zentrierter als ursprünglich geplant. Grund dafür ist, dass der «Rhystärn» der Basler Personenschifffahrt wegen des zu geringen Pegelstands des Rheins und der Bauarbeiten nicht wie geplant in Rheinfelden anlegen kann. «Er wäre am Samstag eine zusätzliche Bereicherung des Angebots gewesen», so Sonderegger.