Rheinfelden

15 Projekte geplant: Hier b(r)aut sich was zusammen

In wenigen Monaten beginnen die Bauarbeiten des neuen Rheinstegs. zvg

In wenigen Monaten beginnen die Bauarbeiten des neuen Rheinstegs. zvg

Am Strassennetz wird an 15 Orten gebaut – die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 7,5 Millionen.

In Rheinfelden wird kräftig gebaut: An 15 Strassen, Gassen, Wegen und Stegen wird in den kommenden Monaten gearbeitet, wie eine Erhebung der az zeigt. Die Nettoinvestitionen im Strassenbau liegen in diesem Jahr laut Stadtschreiber Roger Erdin bei rund 7,5 Millionen Franken. Dies sei überdurchschnittlich, erklärt er und betont gleichzeitig, dass es sich nicht bei allen 15 Vorhaben um 2017er-Projekte handelt. «Zum Teil wird nur noch fertiggestellt oder der Belag eingebaut. Andere Abschnitte werden über zwei Jahre saniert.»

Das für die Stadt bedeutendste Projekt ist dabei der Bau des neuen Rheinstegs. Der Steg, der die beiden Rheinfelden und damit zwei Länder miteinander verbinden wird, soll ab Sommer gebaut werden. Derzeit läuft das Auflageverfahren. Gibt es keine Einsprachen und läuft alles rund, können die ersten Fussgänger bereits 2018 über den neuen Steg wandeln.

Insgesamt kostet der neue Rheinsteg rund sechs Millionen Franken. Diese Kosten teilen sich die beiden Städte. Rechnet man die Kosten hinzu, um den Steg an die bestehenden Strassen anzubinden, kommt das Projekt die Schweizer Seite auf 3,73 Millionen zu stehen. Daran beteiligen sich Bund und Kanton mit gut 2,2 Millionen Franken.

Strassen in Rheinfelden

Strassen in Rheinfelden

Rheinsteg hat hohe Symbolkraft

«Der Brückenschlag zu unserer Schwesterstadt hat Bevölkerung, Politik und Verwaltung seit rund zehn Jahren, seit den Diskussionen um den Rückbau des alten Kraftwerkes, beschäftigt», sagt Erdin. Die neue Verbindung über die Landesgrenze habe hohe Symbol- und Ausstrahlungskraft für beide Rheinfelden. «Die Brücke schliesst die Lücke, die durch den Abbruch des alten Kraftwerkes und dessen Stegs entstanden ist.» Gleichzeitig entstehe mit der rund 200 Meter langen Hängebrücke ein Bauwerk für Generationen, «das mit Sicherheit weit über Rheinfelden hinaus Beachtung finden wird».

Der neue Rheinsteg ist gleichzeitig das anspruchsvollste Strassenbauprojekt in diesem Jahr. «Mit dem Überwinden der Landesgrenze steigt die Komplexität des Bauvorhabens», sagt Erdin. So stellen sich neben bautechnischen auch zahlreiche formale Fragen, «die wir von anderen Bauprojekten nicht kennen und die wir zum Teil direkt mit Bundesbehörden klären müssen».

Ein zweiter Investitionsschwerpunkt ist die Sanierung und Umgestaltung der rund 1,2 Kilometer langen Roberstenstrasse. Hier sind die Arbeiten bereits weit fortgeschritten; Bauende ist im Sommer. Ebenfalls in den letzten (Strassen-)Zügen befinden sich die Strassensanierungen in der Altstadt, die im Zuge des Wärmeverbundes Rheinfelden Mitte in Angriff genommen wurden. «Im Nachgang zum Bau des Wärmeverbundes, bei dem zahlreiche Strassen aufgebrochen werden mussten, wurden verschiedene Strassensanierungsprojekte realisiert, die unter anderen Umständen noch ein paar Jahre geruht hätten», erklärt Erdin. Denn: «Mit dem Bau des Wärmeverbundes hat sich angeboten, die Strassenoberflächen kostengünstiger zu erneuern.»

Saniert werden in der und um die Altstadt die Kirchgasse, die Jagdgasse, der Zollrain, die Johannitergasse, die Hermann-Keller-Strasse und die Bahnhofstrasse. Die Projekte sind so aufeinander abgestimmt, dass die Zufahrt in die Innenstadt jederzeit möglich ist. «Für die direkt betroffenen Anwohner werden situativ Lösungen gesucht», so Erdin.

Die Altstadt stellt die Verantwortlichen vor besondere Anforderungen, was die Strassengestaltung betrifft. Rheinfelden hat deshalb 2008 eine Bestandesaufnahme sämtlicher Strassen und Plätze in der Altstadt erstellt und daraus einen Richtplan für die künftige Gestaltung der Strassenoberflächen erarbeitet. «Die einzelnen Sanierungsprojekte richten sich nun nach diesem Richtplan», erklärt Erdin.

Langzeitbaustelle Zürcherstrasse

Ein Bauschwerpunkt in diesem Jahr ist die Durchgangsstrasse durch Rheinfelden, die sinnigerweise auf der einen Seite Zürcher- und auf der anderen Seite Baslerstrasse heisst. An diesem Strassenzug kann ein erstes Projekt in diesen Tagen abgeschlossen werden: der Ersatz der Lichtsignalanlage beim früheren Coop. Bereits in wenigen Wochen beginnen dafür die Arbeiten an der Zürcherstrasse; der Belag ab dem tiefsten Punkt unter der Eisenbahnbrücke bis vor die Tankstellenzufahrten beim Kohlplatz wird für rund zwei Millionen Franken instandgestellt.

Die Sanierung liegt in der Verantwortung des Kantons und dauert bis Ende 2018. «Hier wird der Verkehr vermutlich mit Lichtsignalanlagen in verschiedenen Bauetappen einspurig geführt», sagt Erdin. Noch unklar ist, wann die Arbeiten auf der anderen Stadtseite, an der Baslerstrasse, in Angriff genommen werden. Parallel zur Sanierung der Strasse auf einem Abschnitt von einem Kilometer wird hier der Verkehrsknoten im Weiherfeld mit einer Ampel versehen.

«Das Rheinfelder Strassennetz wird laufend unterhalten und erneuert und befindet sich entsprechend in einem guten Zustand», bilanziert Erdin. Dass dem auch so bleibt, sind bereits die nächsten Projekte in Planung. «Im Bereich der Kantonsstrasse wir in den kommenden Jahren die Sanierung des Abschnittes zwischen Coop-Kreuzung und Ochsen-Kreuzung auf uns zukommen», erklärt der Stadtschreiber. Damit könne man in den Jahren 2019/20 rechnen. Bei den Gemeindestrassen sind zudem unter anderem eine Sanierung der Salinenstrasse im Bereich der Reha Rheinfelden und der Riburgerstrasse als Zufahrt zum Spital in Planung.

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