Fricktal

10'000 junge Lachse in Aargauer Gewässern eingesetzt

Der Biologe David Bittner im Polizeiboot «BS 1» reicht einem Helfer an Land einen Kessel voller Junglachse. – Foto: chr

Der Biologe David Bittner im Polizeiboot «BS 1» reicht einem Helfer an Land einen Kessel voller Junglachse. – Foto: chr

Erstmals wurden Jungfische mit einem Polizeiboot ins Fricktal gebracht: 10'000 Lachse aus dem Elsass konnten von der kantonalen Sektion für Jagd und Fischerei in Rheinfelden in Empfang genommen und an diversen Aargauer Gewässern eingesetzt werden.

Der Lachs ist ein edler Fisch, ein Wanderfisch und zugleich auch ein heikler Fisch, was seine Ansprüche an den Lebensraum betrifft. Gleich 10'000 junge Lachse von etwa 3 Zentimetern Länge brachte die Besatzung des Basler Polizeibootes «BS 1» auf dem Wasserweg ins Fricktal.

Am Bootssteg unterhalb des Strandbades wurde die wertvolle Fracht vom Schiff auf einen Kleintransporter umgeladen.

Im Fahrzeug hatte David Bittner von der kantonalen Sektion für Jagd und Fischerei grosse Transportbehälter mitgebracht, die er mit seinem Team mit Rheinwasser füllte und mit einer Sauerstoffanlage bestückte.

Denn die Lachse mussten auf dem Weg an die verschiedenen Aargauer Gewässer, das heisst, bevor sie in die Freiheit entlassen werden konnten, mit Sauerstoff versorgt werden.

Polizeiboot für den Lachstransport

«Für uns ist es komfortabel, wenn wir nicht mehr mitten in die Stadt Basel fahren müssen, um die Fische abzuholen, sondern den Umlad gleich in unserer Region vornehmen können», bemerkte der Biologe Bittner. «Zudem ist es das erste Mal, dass uns die Fische mit dem Polizeiboot bis nach Rheinfelden gebracht wurden.»

10'000 Lachse Erblicken das Lciht des Fricktals

10'000 Lachse erblicken das Licht des Fricktals

Wie von ihm weiter zu erfahren war, macht der Aargau jedes Jahr einen Besatz mit etwa 20 000 Lachsen. Es sind diesmal keine Sömmerlinge, sondern jüngere Lachse, die ausgesetzt wurden.

«Es ist erstens wichtig, dass eine möglichst hohe Anzahl Fische in unsere Gewässer gelangt und zweitens müssen sie klein sein. Dann ist die Chance um so grösser, dass sie in etwa zehn Jahren als ausgewachsene Lachse zurückkehren.

Noch ist allerdings der Weg für die aufsteigenden Lachse vom Meer her mit Hindernissen gespickt, gibt es doch im Rhein noch sechs Staustufen, die nicht lachsgängig sind. Die beiden vor einem Jahr in Rheinfelden gefangenen Lachse dürften deshalb via Schiffschleusen bis zu uns gelangt sein», erklärte David Bittner.

An diversen Stellen im Etzgerbach und im Laufe des Tages auch an anderen Aargauer Gewässern wurden insgesamt 2500 kleine Lachse ausgesetzt. Sie bleiben während etwa anderthalb Jahren dort und wandern dann als 15 bis 20 Zentimeter lange Fische ab ins Meer.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1