Sarmenstorf
Zuger Regierungsrat Beat Villiger tritt mit Namensvetter als Bauherr auf

Im Dorfzentrum von Sarmenstorf entsteht eine zweiteilige Überbauung mit 13 Eigentumswohnungen. Bauherren sind Regierungsrat Beat Villiger und sein Namensvetter Urs Villiger.

Lukas Schumacher
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Die Spatenstich-Veranstalter Beat Villiger, Urs Villiger und Architekt Felix Koch (von links).

Die Spatenstich-Veranstalter Beat Villiger, Urs Villiger und Architekt Felix Koch (von links).

Lukas Schumacher

Vor zehn Jahren, als der heutige Zuger Regierungsrat Beat Villiger noch nicht Mitglied der Regierung war, kaufte er an der Marktgasse im Zentrum von Sarmenstorf eine alte Bauernhaus-Liegenschaft mit 2700 Quadratmeter Land. Dies in der Absicht, später einmal eine Wohnsiedlung zu realisieren.

Villiger hielt Ausschau nach einem Partner. Vor gut einem Jahr wurde er fündig in der Person von Namensvetter Urs Villiger, einem in Hünenberg wohnhaften Bau- und Immobilienfachmann. Die beiden Villigers, die weder verwandt noch verschwägert sind, treten denn auch gemeinsam als Bauherrschaft auf.

Soeben wurde an der Marktgasse unter Federführung des Sarmenstorfer Architekten Felix Koch vom Büro HKK Architekten (Baar) der Spatenstich vollzogen, und zwar untypischerweise ohne Spaten oder Bagger. Stattdessen gab es beim Überbauungsstart im Dorfzentrum Informationen und Dokumentationen über das Projekt sowie leckere Verpflegung aus dem originellen Mehlsuppenwagen der Sarmenstorfer Fasnachtsgesellschaft Variété.

Alt und Neu in Kombination

Rund 8 Millionen Franken investiert die Bauherrschaft in die zweiteilige Überbauung. In einem ersten Schritt wird das alte, unter Denkmalschutz stehende markante Bauernhaus aufwendig renoviert, innen ausgebaut und mit einem Anbau versehen, sodass fünf Wohnungen entstehen.

Auf dem östlichen Teil des Grundstücks werden acht weitere Wohnungen in einem separaten Gebäudekomplex verwirklicht, der komplett mit einer holzverkleideten Fassade ausgestattet wird. Eine 24 Autos Platz bietende Tiefgarage mit Zu- und Wegfahrt über den August-Keller-Weg komplettiert das Bauvorhaben.

Die Wohnungen im Bauernhaus sollen bereits in einem Jahr bezugsbereit sein, die Wohnungen im neuen Gebäudekomplex in eineinhalb Jahren. Alle 13 Wohnungen – es handelt sich um 2 1/2- bis zu 6 1/2-Zimmerwohnungen – will man verkaufen.Laut Architekt Felix Koch entstand das Sarmenstorfer Bauernhaus ums Jahr 1800 herum in mehreren Bauetappen. Im 19. Jahrhundert beherbergte das Gebäude eine Gaststätte, in der «gebranntes Eigengewächs» ausgeschenkt werden durfte.

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