Fussball, 1. Liga

Wohlen schlägt Zug verdient 3:1 dank starker Schlussphase

Der FC Wohlen im Spiel in der Niedermatten gegen Zug 94.

Der FC Wohlen im Spiel in der Niedermatten gegen Zug 94.

Der Wohlen setzt sich im Duell gegen die bisher punktgleichen Zuger daheim mit 3:1 durch. Die beiden Tore zum 2:1 und 3:1 fallen in den letzten zehn Minuten.

Auch im Stadion Niedermatten waren selbstverständlich neue Coronamassnahmen nötig, um den Spielbetrieb zu gewährleisten. Neu gilt im gesamten Areal der Niedermatten eine Maskenpflicht. Insgesamt passten sich die rund 320 Zuschauerinnen und Zuschauer gut an die neuen Regelungen an, auch wenn man ab und an eine freigelegte Nasenspitze erkennen konnte.

Sogar die aktiven Fans des FC Wohlen im "Gate Süd" hatten vor der Partie erklärt aufgrund des Risikos einer möglichen Tröpfcheninfektion auf stimmliche Unterstützung zu verzichten. Beim FCW ist man sich also der Tragweite der eigenen Handlungen bewusst.

Früher Führungstreffer der Wohler

Genauso vorbildlich gestaltete der FCW den Start in die Partie. Bereits in der siebten Spielminute gelang Thomas Schiavano der vielumjubelte Führungstreffer für die arg von Personalsorgen geplagten Wohler, bei denen unter anderem Eigengewächs Florian Weber sein Startelfdebüt gab und über 90 Minuten eine saubere Leistung zeigte.

Die Gastgeber hatten fortan mehr Spielanteile und die besseren Torchancen. Zwar merkte man der Mannschaft von Thomas Jent an, dass sie in dieser Konstellation noch nicht häufig in einem Pflichtspiel aktiv war, dennoch harmonisierten die Wohler erstaunlich gut und liessen vor allem im Defensivverbund wenig zu.

Bis in die 23. Minute, in der Zug zum bis dato völlig überraschendem Ausgleichtreffer kam. Alexander Srdic hatte bei seinem Abschluss das Glück des Tüchtigen. Der Ball prallte vom Innenpfosten ins Wohler Gehäuse. Der erneut starke Olivier Joos hatte keine Chance entscheidend einzugreifen.

Danach verflachte die Partie etwas. Beide Teams hatten Mühe sich Torchancen zu erarbeiten und agierten nahezu auf Augenhöhe. Dennoch machte Wohlen den agileren, willigeren Eindruck. Mit einem 1:1-Unentschieden ging es in die Halbzeitpause zum wohlverdienten Pausentee.

Der fast schon obligate Platzverweis

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild kaum. Wohlen versuchte die Gäste in der eigenen Hälfte einzuschnüren, während diese versuchten immer wieder Nadelstiche in der Offensive zu setzen. Einzig die Durchschlagskraft fehlte auf beiden Seiten.

Als Fan von Fussballwetten ist es in diesen Wochen fast schon eine sichere Angelegenheit auf einen Platzverweis in einem Spiel mit Wohler Beteiligung zu setzen. Diesmal traf es jedoch keinen FCW-Akteur, sondern Zugs Kristian Luburic, der nach einer Unsportlichkeit in der 67. Minute die Ampelkarte sah.

Nun übernahm der FCW gänzlich die Kontrolle und drückte auf den Führungstreffer. In der 80. Spielminute erhielten die Gastgeber einen Freistoss aus aussichtsreicher Position zugesprochen. Aus rund 20 Metern Torentfernung nutzte Gianluca Calbucci die Gelegenheit und schlänzte den Ball herrlich ins Zuger Tor. Zug-Goalie Mario Pastore hatte das Nachsehen und konnte diesem herrlich getretenen Freistoss nur noch hinterherschauen.

Nun war der Knoten geplatzt und nur fünf Minuten später sollte Muhamed "Momo" Seferi seinen grossen Auftritt haben. Aus rund 25 Metern Entfernung nahm er den Ball volley und liess Pastore erneut keinen Hauch einer Chance.

Die endgültige Entscheidung zu Gunsten der Gastgeber, die sich diesen Dreier redlich verdienten und diesen nach Abpfiff gebührend feiern durften.

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