Widen
Siegerprojekt für die neue Schulanlage ist erkoren: Die alte Turnhalle muss einer Doppelhalle weichen

Die Gemeinde Widen plant den Bau einer Doppelturnhalle und eines Gebäudes für neue Schulzimmer und die Tagesstrukturen. Alles auf dem bestehenden Schulareal. Nun ist bekannt, welches Projekt gewonnen hat.

Marc Ribolla
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Die heutige Turnhalle in Widen wird abgerissen. An dieser Stelle kommt die neue Doppelturnhalle zu stehen.

Die heutige Turnhalle in Widen wird abgerissen. An dieser Stelle kommt die neue Doppelturnhalle zu stehen.

Marc Ribolla

Widen braucht in den kommenden Jahren mehr Schulraum. «Wie überall wächst auch bei uns die Einwohnerzahl stetig», sagt Gemeinderat Beat Giger zur AZ. Er ist in der Behörde zuständig für die Schulraumplanung.

Das Dorf auf dem Mutschellen nähert sich der Marke von 4000 Einwohnern, die Zahl der Schüler liegt bereits knapp über 300. Deshalb blickte die Gemeinde nach vorn und schrieb einen Wettbewerb für die Erweiterung der Schulinfrastruktur aus. Das bestehende Gebäude (Schulhaus 1) mit der Turnhalle ist rund 50 Jahre alt. Eine Sanierung lohnt sich nicht mehr und löst das Platzproblem nicht.

Die Architekten hatten die Aufgabe, eine Doppelturnhalle, sechs Schulzimmer, drei Gruppenräume, ein Musikzimmer, eine Werkstatt und die Tagesstrukturen auf dem existierenden Schulareal an der Bremgarterstrasse unterzubringen. Spezielle Anforderung dabei: Das Schulhaus 1 muss während der Bauzeit noch benutzbar sein.

Angebot ist auf 50 bis 60 Kinder ausgerichtet

In verschiedenen Bewertungsrunden hat die Jury bestehend aus Gemeindeammann Peter Spring, Gemeinderat Beat Giger, Mitgliedern der Schulpflege und namhaften Architekten nun das Siegerprojekt erkoren. Gewonnen hat Projekt «Fouette» des Architekturbüros Waldrap GmbH in Zürich, wie die Wider Gemeindekanzlei mitteilt.

Das neue Schulgebäude wird an der Geländekante zwischen der heutigen Schul- und Sportebene erstellt. Ungefähr an jener Stelle, wo sich heute die Turnhalle 1 befindet. Im Erdgeschoss sind die Tagesstrukturen vorgesehen mit Aufenthaltsraum, Aufgabenraum, Küche, Büros, Garderobe, Waschraum und WC-Anlagen. Das Angebot ist auf etwa auf 50 bis 60 Kinder ausgerichtet. Auf demselben Geschoss liegen der Werkraum und ein Musikzimmer. Im Obergeschoss ist Platz für sechs Klassenzimmer.

Eine Etage unter dem Schulhauseingang ist der Eingang zur Doppelturnhalle, die mit den Aussensportflächen verbunden ist. Die Fläche der beiden Turnhallen beträgt zweimal 28 mal 16 Meter.

Weil die neuen Gebäude gebaut werden können, ohne das Schulhaus 1 zu tangieren, können die Kosten für ein Provisorium gespart werden. Wenn der Neubau beendet ist, wird das Schulhaus 1 abgerissen, erklärt Giger. Nicht betroffen sind die bestehenden neueren Schulhäuser 2 und 3.

Kindergarten Kelleräcker bleibt am alten Ort

Der Gemeinderat hat zudem entschieden, den sanierungsbedürftigen Kindergarten im Quartier Kelleräcker am bestehenden Standort rund 400 Meter entfernt zu lassen und nicht ins Schulgelände zu integrieren. So würden auf dem Schulareal mehr Gestaltungsmöglichkeiten offen bleiben.

Als nächster Schritt wird das Siegerprojekt «Fouette» am 4. Mai der Bevölkerung an einem Infoanlass präsentiert. Anschliessend ist geplant, an der «Sommergmeind» im Juni den Projektierungskredit für die Doppelturnhalle mit den Tagesstrukturen sowie einen Baukredit für die notwendigen Ersatz des Kindergartens Kelleräcker zu traktandieren. Bezüglich der Kosten sagt Giger:

«Das kann noch nicht detailliert abgeschätzt werden. Momentan läuft noch der Berechnungsprozess.»

Sofern das Volk das Projekt genehmigt, rechnet Giger mit einem Zeithorizont von vier bis fünf Jahren bis das neue Wider Schulbijou komplett fertig ist.