Widen
Mit Dorfplatzcharakter: Im Heinrütirank entsteht eine grosse Überbauung mit 111 Wohnungen

Das Gebiet im Inneren der Kurve beim Heinrütirank in Widen wird sich verändern. Geplant sind fünf Gebäudekomplexe mit total 111 Miet- und Eigentumswohnungen. Zurzeit liegt das Baugesuch auf.

Marc Ribolla
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Auf dem grossen Feld zwischen Heinrütirank und Pflanzerbach entsteht eine Siedlung mit fünf Gebäudekomplexen.

Auf dem grossen Feld zwischen Heinrütirank und Pflanzerbach entsteht eine Siedlung mit fünf Gebäudekomplexen.

Bild: zvg

Am Mutschellensüdhang bleibt der Baubereich weiter in Bewegung. Einige hundert Meter oberhalb der aktuellen Baustelle im Gebiet Zufikon Hammergut, wo 64 Eigentumswohnungen entstehen, ist bereits das nächste Projekt in der Pipeline. Im Heinrütirank ist eine grössere Siedlung geplant. Das Baugesuch liegt noch bis am 16. Februar auf der Gemeindekanzlei in Widen auf.

Der entsprechende Gestaltungsplan mit einer Fläche von rund 14'000 Quadratmetern ist seit Herbst 2019 rechtskräftig. Nun hat die Bauherrin, die Benag AG/Atmoshaus, Nägel mit Köpfen gemacht. Erstellt hat das Projekt die Firma lilin Architekten in Zürich.

Direkte Anbindung an den öffentlichen Verkehr

Gemäss Auskunft von Architekt Ueli Nussbaum von der Bauherrschaft ist eine Überbauung mit fünf Gebäudekomplexen geplant. Dabei ist ein Mix aus Miet- und Eigentumswohnungen ohne Gewerberäume eingegeben. Die Siedlung teilt sich in 76 Miet- und 35 Eigentumseinheiten auf. Die Grösse der Wohnungen schwankt dabei zwischen 1½ und 5½ Zimmern.

Der aktuelle Situationsplan mit den fünf geplanten Gebäuden im Heinrütirank.

Der aktuelle Situationsplan mit den fünf geplanten Gebäuden im Heinrütirank.

lilin architekten

Wie Nussbaum weiter ausführt, sind die Eigentumswohnungen in den beiden Gebäuden entlang dem Pflanzerbach vorgesehen. Er betont nebst der guten Anbindung an den öffentlichen Verkehr mit der direkt angrenzenden Bahnhaltestelle weiter:

«Sämtliche Wohnungen der Siedlung Heinrüti erfüllen die Anforderungen an ein Wohnen im Alter. Aber auch für aussergewöhnliches Wohnen für Jung und Alt.»

Falls alles optimal verläuft mit der Baubewilligung, ist der Baustart noch diesen Herbst möglich. Laut Nussbaum wäre dann der Bezug 2023/2024 denkbar. «Es ist vorgesehen, die Überbauung in einem Zug zu realisieren. Die Nachfrage wird es zeigen», so der Vertreter der Bauherrschaft. Um die Siedlung gegen den Strassen- und auch den Bahnlärm genügend abzuschotten, sind an verschiedenen Stellen Lärmschutzwände vorgesehen.

Das rund 14'000 Quadratmeter grosse Areal im Heinrütirank wird in den kommenden Jahren überbaut.

Das rund 14'000 Quadratmeter grosse Areal im Heinrütirank wird in den kommenden Jahren überbaut.

Bild: Google Streetview

Eine Knacknuss für die Baufirmen wird die Erschliessung der Baustelle sein. Die Zufahrt zur Überbauung ist nur von der Eggenwilerstrasse her durch die schmale Unterführung unter der Mutschellenstrasse möglich.

Neuer Heinrütiplatz: autofrei und mit Dorfplatzcharakter

Wie sich die Strassengestaltung in jenem Bereich zukünftig zeigen wird, ist noch offen. Der Kanton hat eine Geschwindigkeitsverringerung von 80 auf 60 km/h in Aussicht gestellt und arbeitet ein Projekt für einen Abbieger in die Eggenwilerstrasse aus.

Keinen motorisierten Verkehr wird es hingegen im Inneren der Heinrüti-Siedlung geben. Diese bleibt verkehrsfrei. Ein aufwertendes Element wird dort der neue Heinrütiplatz sein, der ein wenig Dorfplatzcharakter versprüht.

Er soll mit einer Feuer- und Wasserstelle, Sitzgelegenheiten und einem Brunnen zum Verweilen einladen. Willkommen sind in diesem öffentlichen Bereich für eine Rast auch die Wanderer, die auf dem bereits existierenden Wanderweg durchs Areal spazieren.