Oberfreiamt
Was passiert im Hochwasserfall? Note 6 für die Notfallretter

Mühlau wäre in sicheren Händen, wenn die Reuss über die Ufer tritt, Häuser überschwemmt und Menschen evakuiert werden müssten. Das zeigt zumindest eine Notfall-Übung.

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Die Bilder vom Hochwasser 2013 bei Mühlau standen Pate für das Übungsszenario Collaboratio, bei dem das Regionale Führungsorgan Oberfreiamt überzeugte. zvg

Die Bilder vom Hochwasser 2013 bei Mühlau standen Pate für das Übungsszenario Collaboratio, bei dem das Regionale Führungsorgan Oberfreiamt überzeugte. zvg

Was passiert, wenn die Reuss in Mühlau die Häuser überschwemmt und Menschen und Tiere evakuiert werden müssen? Das Notfallszenario, das sich die zuständigen Organe der kantonalen Katastrophenvorsorge ausgedacht haben, könnte nicht besser in den verregneten Juni passen.

Unter dem vielsagenden Begriff Collaboratio musste sich so das Regionale Führungsorgan (RFO) Oberfreiamt am Donnerstag, 2. Juni, beweisen. Neben Evakuationen sah das Szenario zusätzliche Verstärkungsmassnahmen auf dem Reussdamm vor. Eingebunden in die Übung waren nebst dem RFO das Kommando der Feuerwehr Mühlau sowie der Stab der Zivilschutzorganisation Oberfreiamt und die zuständigen Gemeindeorgane.

Das Aufgebot der RFO-Mitglieder erfolgte alarmmässig mit sofortigem Einrücken am Führungsstandort in der Zivilschutzanlage Letten in Sins. Unter der Leitung des Chefs RFO, Pius Wiss, und des Stabschefs Roger Stephan wurden innert kürzester Zeit die Sofortmassnahmen eingeleitet sowie die Planung des weiteren Vorgehens fixiert und umgesetzt. Tempo und Professionalität in den Arbeitsgruppen waren beeindruckend, wie die Gesamtbeurteilung verdeutlichte.

Das RFO Oberfreiamt wurde mit der Note 6 bewertet: Vorgaben sehr gut erfüllt, Erwartungen übertroffen. Das RFO Oberfreiamt wird in seiner Funktion als sehr gut und sehr fachkompetent mit ruhiger und effizienter Arbeit im Stab und gutem Arbeitsklima bezeichnet. Dem Chef RFO wird eine kompetente und umsichtige Führung attestiert.

Aufträge wurden fachlich und zeitlich einwandfrei erfüllt und Abläufe waren allen bekannt und die Umsetzung mustergültig. Die kantonale Katastrophenvorsorge war beeindruckt von der hervorragenden Arbeit. Danach hatte sich die RFO Würste und Bier redlich verdient. (az)