Murimoos
Schulhaus Kloster hat endlich wieder einen Kletterbaum

Die Erst- und Zweitklässler haben sich mit demokratischen Mitteln einen Traum verwirklicht.

Nicola Imfeld
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Mitarbeiter vom Murimoos lieferten gestern den neuen Kletterbaum für das Schulhaus Kloster. Nicola Imfeld

Mitarbeiter vom Murimoos lieferten gestern den neuen Kletterbaum für das Schulhaus Kloster. Nicola Imfeld

Nicola Imfeld

Die Enttäuschung war gross, als vor etwa zwei Jahren der Kletterbaum auf dem Pausenplatz des Schulhauses Kloster plötzlich verschwand. «Die Schüler waren ganz aus dem Häuschen und wollten unbedingt wissen, was mit ihrem Baum passiert ist», erzählt Schulsozialarbeiter Martin Schneider. Er fand nach einer kurzen Recherche heraus, dass der Kletterbaum aus Sicherheitsgründen abgerissen werden musste.

Für die Kinder war klar: Ein Ersatz muss her, und zwar möglichst schnell. Der sogenannte Schulkreis der Erst- und Zweitklässler vom Kloster, bestehend aus zwei Vertretern pro Klasse, äusserte gegenüber dem Schulsozialarbeiter den Wunsch nach einem neuen Kletterbaum. «Die Schüler liessen in ihrer Klasse darüber abstimmen», erzählt Schneider. Wenig überraschend ist das Resultat deutlich zugunsten eines neuen Baumes ausgefallen.

Der Schulkreis war fortan verantwortlich für das Projekt. Martin Schneider liess den 7- und 8-jährigen Kindern dabei relativ freie Hand. «Aber gewisse Grundsätze musste ich schon festlegen, ansonsten wäre der Baum 20 Meter hoch geworden, mitsamt Swimmingpool und Wasserfall», sagt er und lacht. Für die Entwicklung der Kinder sei es wichtig, dass sie Kompromisse eingehen müssen. Letztlich konnten sich die Schüler auf einen kleineren Kletterbaum einigen. «Der Schulkreis durfte während des Unterrichts das Werk im Murimoos begutachten», erzählt Schneider.

Am Freitag wurde der nigelnagelneue Kletterbaum geliefert. Die Erst- und Zweitklässler beobachteten mit grossen Augen, wie die Mitarbeiter vom Murimoos den Baum aufstellten. Als er nach einer halben Stunde im Kies stand, klatschten sie begeistert in die Hände. «Eine demokratische Erfolgsstory», frohlockte Schneider. Wer als erstes von den Kindern auf den Baum klettern darf, wurde aber wohl nicht mehr demokratisch bestimmt.

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