Niederwil
Planungshürde problemlos gemeistert

Die gut besuchte «Gmeind» – 164 der 1789 Stimmberechtigten waren anwesend – hat dem Schulraumkonzept sehr deutlich zugestimmt.

Lukas Schumacher
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Komfortables Resultat: Vier von fünf «Gmeind»-Besuchern sagten Ja zur Feinplanung von Umbau und Teilsanierung der beiden Schulhäuser Riedmatt2 (links) und Riedmatt1 (rechts) sowie zum Neubau Riedmatt3. sl

Komfortables Resultat: Vier von fünf «Gmeind»-Besuchern sagten Ja zur Feinplanung von Umbau und Teilsanierung der beiden Schulhäuser Riedmatt2 (links) und Riedmatt1 (rechts) sowie zum Neubau Riedmatt3. sl

Die gut besuchte «Gmeind» – 164 der 1789 Stimmberechtigten waren anwesend – hat dem Schulraumkonzept sehr deutlich zugestimmt. 128 sagten Ja zur 500 000-fränkigen Projektierung, 23 sagten Nein, 13 enthielten sich der Stimme.

Mit diesem komfortablen Abstimmungsergebnis schickte die Versammlung die Erweiterung und Sanierung der Schulanlage Riedmatt zu Kosten von voraussichtlich rund 9 Millionen Franken auf den Planungsweg.

Gemeinderat Stefan Maurer skizzierte das weitere Vorgehen. Nun wird eine Baukommission gebildet, die bis im Sommer 2015 die Planungssubmission abschliessen soll. Die Gemeindeversammlung im Juni 2016 befindet dann über das Bauprojekt und die Baukosten. Bei einem Ja laufen die Erstellungsarbeiten im Frühling 2017 an. Fertigstellung und Bezug sind im November/Dezember 2018 vorgesehen.

Das Elektrizitätswerk Niederwil soll verkauft werden

Wie Gemeindeammann Walter Koch ausführte, erwägt die Gemeindebehörde den Verkauf des Elektrizitätswerks Niederwil. Man hole nun Kaufangebote ein. Im ersten Quartal 2015 wollen EW-Kommission und Gemeinderat die Kaufofferten der Interessenten prüfen. Möglicherweise werde die Gemeindeversammlung im Juni 2015 über den Verkauf des Werks befinden, teilte Koch mit. Niederwil käme das Geld aus dem EW-Verkauf sehr zupass. Hohe Investitionen stehen an, darunter die Umsetzung des Schulraumkonzepts. Im Finanzplan der Jahre 2015 bis 2019 sind Investitionen im Betrag von 17 Millionen Franken aufgeführt. (sl)

«Effizient und vorteilhaft»

In der 30-minütigen Diskussion vor der Abstimmung war der Schulraumbedarf unbestritten. Einiges zu reden gab das gewählte Einladungsverfahren für Planer anstelle eines Architekturwettbewerbs.

Laut Maurer ist diese Planungssubmission effizient, zeit- und kostensparend. Maurer bezifferte den zeitlichen Vorteil im Vergleich zum Wettbewerb auf ungefähr ein Jahr und den finanziellen auf 180 000 bis 200 000 Franken. Die Durchführung eines Architekturwettbewerbs sei hier unnötig, sagte Gemeindeplaner Erich Faes. Vielmehr brauche es einen recht einfachen Neubau, der zur Gesamtanlage passt, damit man die Vorgaben des Raumbedarfs von 1500 m2 und der Kubatur von 8000 m3 erfüllen könne.

Anlass zur Diskussion bot auch der Standort. Dabei zeigte sich, dass einzig das Areal südwestlich des Schulhauses «Riedmatt 2» als Stätte des Neubaus «Riedmatt 3» infrage kommt. Zu teuer wäre die Alternative, das alte Gemeindegebäude abzubrechen, hier ein neues Schulhaus zu bauen und das Gemeindehaus andernorts zu realisieren.

Steuererhöhung zeichnet sich ab

Wie Gemeinderat und Finanzvorsteher Valentino Benvenutti betonte, kann die Gemeinde Neubau und Sanierung im Betrag von rund 9 Mio. Franken sehr wohl stemmen. Stand heute sei aber klar, dass man in den nächsten Jahren nicht um eine Steuererhöhung von 5 Prozentpunkten herumkomme. Mitfinanzieren will man das grosse Schulprojekt sowie weitere Investitionen auch durch den Verkauf von Gemeindeland. Ohne Landverkäufe müsste der Steuerfuss wohl um 10 Prozentpunkte angehoben werden, merkte Benvenutti an. Die Versammlung genehmigte das Gemeindebudget 2015 mit dem unveränderten Steuerfuss von 99 %. Zustimmung fanden auch das Radwegprojekt, die Abrechnung zur «Algier»-Erschliessung und eine kleine Anpassung bei der Leistungsvereinbarung zwischen Gemeinde und Spitex.

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