Sins
Nochmals eine Chance für den Inlinehockey Club Z-Fighters: Regionale Sportanlage wieder auf dem Tisch

Der Regionalplanungsverband Oberes Freiamt war mit dem Wiedererwägungsgesuch beim Kanton erfolgreich. Der Inlinehockey Club Z-Fighters kämpft schon seit Jahren für eine angemessene Infrastruktur.

Eddy Schambron
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Inlinehockey spricht viele Junge an, wie hier am Jubiläumsturnier des Inlinehockeyclubs Z-Fighters in Oberrüti 2018.

Inlinehockey spricht viele Junge an, wie hier am Jubiläumsturnier des Inlinehockeyclubs Z-Fighters in Oberrüti 2018.

Archiv/Maria Schmid

Jetzt sind die Z-Fighters Oberrüti-Sins einmal mehr nicht nur auf dem Spielfeld gefordert: Sie müssen zeigen, dass eine regionale Sportanlage in Sins notwendig ist. Das kam an der Abgeordnetenversammlung des Regionalplanungsverbandes Oberes Freiamt zum Ausdruck. Bruno Sidler, Geschäftsführer der Repla, zeigte den bisher beschwerlichen Weg zur Realisierung einer solchen regionalen Anlage auf.

Ein Antrag mit Vorbericht im Frühling wurde vom Kanton Aargau am 28.Juni negativ beantwortet. Es bestehe kein regionales Bedürfnis, hiess es. Das führte zu einem Wiedererwägungsbegehren der Repla, dem am 13.Januar 2020 stattgegeben wurde. Es fanden erste Besprechungen zwischen Regierungsrat und Gemeinderat Sins, mit den Z-Fighters und Vereinsvertretern statt. Jetzt geht es darum, die regionale Bedeutung einer solchen Anlage für Inlinehockey zu untermauern. Der Inlinehockey Club Z-Fighters Oberrüti-Sins, 1998 gegründet und sportlich erfolgreich, kämpft schon seit Jahren für eine angemessene Infrastruktur.

Wasser und Wirtschaft weitere Schwerpunkte

Weitere Themen der Repla sind oder bleiben die Versorgungssicherheit bei Wasser und Energie. Heute ist vieles dezentral organisiert und geregelt. «Wir haben im Aargau viel Wasser, die Frage ist nur: Ist es zur richtigen Zeit am richtigen Ort?», stellte Ralf Bucher fest. Es bestehe Handlungsbedarf bei der Zusammenarbeit der Anbieter und eine regionale Vernetzung. Auch beim Strom: Das obere Freiamt hat mit 2,2 Prozent einen geringen Eigenversorgungsgrad. Rechnet man aber das Wasserkraftwerk Bremgarten/Zufikon dazu, steigt er auf 49 Prozent, vier Windkraftanlagen auf dem Lindenberg würden nochmals 13 Prozent zusätzlich bedeuten.

Mit dem Projekt «Profil Wirtschaftsregion Freiamt» sollen die Stärken der Region gezielt kommuniziert werden und die Wahrnehmung des Freiamts als attraktiver Wirtschaftsraum aktiv gefördert werden. «Wir brauchen dazu die nötigen Instrumente», machte Repla-Geschäftsführer Bruno Sidler klar. Mit Plakaten und später in digitaler Form sollen die Vorzüge der Region als Wohn-, Arbeits- und Erholungsraum herausgestrichen werden.

Solche und andere Themen beeinflussen auch die Arbeitsprogramme des Vorstandes und der Kommissionen. «Keine einfache Sache» ist beispielsweise die Sicherung der Grundversorgung mit genügend Hausärzten, wie Hampi Budmiger von der Kommission Alter und Gesundheit ausführte. Erfreuliche Resultate konnten Heinz Nater von der Kommission Wirtschaft in Sachen Vernetzung der Wirtschaftsregion sowie Fredy Zobrist von der ÖV-Kommission zur Werbeaktion «Ab in den Süden» mit der Bahn festhalten. Stefan Balmer von der Kommission Landschaft will dieses Jahr Biodiversität im Dorf bei den Gemeindevertretern thematisieren und in Bettwil und Boswil Gemeindegespräche führen.

Kreisplaner Benno Freiermuth präsentierte neue Wegleitungen zu den Gestaltungsplänen. Stefan Staubli, Präsident des Vereins Holzenergie Freiamt, Lukas Frei, Geschäftsführer, und Theo Kern, Geschäftsführer von Wald Aargau und Pro Holz Aargau, zeichneten auf, wie Gemeinden mit entsprechendem Engagement Holz fördern und die Wertschöpfung in der Region halten können.