Muri
Verschoben ist nicht aufgehoben: Tambouren Adelburg planen Jubiläum und Tattoo nun für 2022

Ihr 75-jähriges Bestehen hätten die Murianer Fasnachtstambouren letztes Jahr feiern wollen. Nach der Verschiebung soll im nächsten Jahr das närrische Jubiläum im Klosterhof gefeiert werden.

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Der bisher letzte öffentliche Auftritt – eine Gruppe der Jungtambouren TGiF an der Fasnacht 2020 in Muri.

Der bisher letzte öffentliche Auftritt – eine Gruppe der Jungtambouren TGiF an der Fasnacht 2020 in Muri.

zvg

Im Juni 2020 hätten die Murianer Fasnachtstambouren Adelburg ihr 75-Jahr-Jubiläum gefeiert. Aus bekannten Gründen musste dieses auf den Mai 2021 verschoben werden. Nun hat sich das OK schweren Herzens für eine erneute Verschiebung des Jubiläumsanlasses entschieden, wie der Verein in einer Medienmitteilung mitteilt. «Die fehlende Planungssicherheit, ausfallende Proben für die Tattoo-Teilnehmer und ein zu grosses finanzielles Risiko lassen aus heutiger Sicht leider keinen anderen Entscheid zu», heisst es.

Und weiter: «Selbst wenn sich die Situation bis zum Frühsommer verbessern sollte, was wir uns alle sehr wünschen, so müssten wir uns trotzdem auf grosse Einschränkungen und Schutzmassnahmen einstellen, welche mit dem aktuellen Festkonzept nicht zu vereinbaren sind.»

Jubiläum und Muri Tattoo sollen am 17. und 18. Juni 2022 stattfinden

Doch auch zweimal aufgeschoben ist nicht aufgehoben: «Erfreulicherweise haben wir bereits einen neuen Termin für den Festanlass gefunden», schreiben die Fasnächtler. So soll der Jubiläumsabend am Freitag, 17. Juni 2022, und tags darauf das Muri Tattoo mit rund 250 Mitwirkenden im Klosterhof Muri stattfinden. Sobald sich eine langfristige Planungssicherheit abzeichne, würden die Organisationsarbeiten wieder aufgenommen. «Wir sind guter Hoffnung, unser Jubiläum und das Muri Tattoo 2022 durchführen zu können», heisst es in der Mitteilung. Und weiter, nicht ohne Augenzwinkern: «Für einen Fasnachtsverein passt es ja ganz gut, sein 77-Jahr-Jubiläum ausgiebig zu feiern.»

Jungtambouren proben mit Abstand in Kleingruppen fleissig weiter

Damit insbesondere der Nachwuchs das Trommeln in der Zwischenzeit nicht verlernt, wird fleissig weiter geprobt. Seit 2017 bildet der Dachverein «Tambourengruppe im Freiamt» Jungtambouren an den Standorten Sins und Muri aus. Trommeln unter Schutzmassnahmen sei dabei grundsätzlich gut umsetzbar. In Kleingruppen und dank grosszügiger Proberäume liessen sich die Abstände problemlos einhalten.

«Wir sind sehr froh, dass wir bis auf den Lockdown im letzten Frühling mit unseren Jungtambouren immer Trommelunterricht durchführen konnten», schreibt die Tambourengruppe. Neben den Proben sei das Vereinsleben aber praktisch zum Erliegen gekommen. Diverse Anlässe, wie das Eidgenössische Jungtambouren- und Pfeiferfest in Aarau oder das Muri Tattoo, aber auch vereinsinterne Zusammenkünfte und gemeinsame Proben mussten im vergangenen Jahr abgesagt werden. Mit den zu erwarteten Lockerungen werde es aber wieder Zeit, durchzustarten. «Die vielen jungen Trommler und ihre Leiter freuen sich auf den Tag, an dem das Neuerlernte endlich wieder vor Publikum vorgetragen werden kann», heisst es in der Mitteilung. (az)

Weitere Informationen zum Verein und den geplanten Anlässen finden Sie unter www.tambouren-tgif.ch.