Wohlen
Magische Duelle am Fröschenteich

Die Spieltage der Jugendarbeit stehen unter dem Motto Zauberschule – den Zauberlehrlingen gefällts.

Natasha Hähni (Text und fotos)
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Die Wohler Nachwuchszauberer zeigen ihre selbst gebastelten Zauberstäbe und reiten auf ihren Hexenbesen.

Die Wohler Nachwuchszauberer zeigen ihre selbst gebastelten Zauberstäbe und reiten auf ihren Hexenbesen.

Natasha Hähni

Im Wald um den Fröschenteich liegt Magie in der Luft. 52 Zauberlehrlinge werden zu Hexen und Magiern ausgebildet. Auf den Tischen und in der Waldhütte sind haufenweise Hexenbesen, Zauberstäbe und Hexenhüte verteilt. Einige davon werden gerade hergestellt, andere sind bereits in Gebrauch. Die Nachwuchszauberer feilen fleissig an ihren magischen Fähigkeiten. Wer gerade keine Zauberutensilien in einer der Zauber-Werkstätten herstellt, wird entweder am Lagerfeuer von einem Hexenmeister unterrichtet oder übt sich selber in der Anwendung der vielen Zaubersprüche.

Jugendarbeiterin Vivian Hansen bastelt Hexenhüte mit den Kindern.

Jugendarbeiterin Vivian Hansen bastelt Hexenhüte mit den Kindern.

Natasha Hähni

Diese stammen alle aus Harry Potter, verrät Vivian Hansen, Mitarbeiterin der Jugendarbeit Wohlen. Ganz zur Freude von Laurent (9). Er berichtet stolz: «Ich habe alle Harry-Potter-Bücher gelesen und schon drei Filme gesehen. Wenn es um die Zaubersprüche geht, bin ich also ein Profi.» Andere haben mehr Mühe, die vielen Sprüche auswendig zu lernen. Da kann es schon mal passieren, dass aus «Stupor» ungewollt «Stupido» wird, wie es bei Janos (7) der Fall ist. Er versteht kein Italienisch, was die Wortverwechslung herrlich unschuldig macht.

Trotz hitziger Zauber-Duelle sind die Kinder in bester Laune und üben laufend neue Sprüche. Einige Schlitzohren ändern die Original-Sprüche sogar ab und verbreiten ihre Eigenversion. Statt «Expeliarmus» schreit Miro (9) mit einem Grinsen «Expeli-Waldnuss».

Die Duelle unter den Zauberlehrlingen finden auf jedem Terrain statt.

Die Duelle unter den Zauberlehrlingen finden auf jedem Terrain statt.

Natasha Hähni

Der eine oder andere ist von den Zaubersprüchen noch nicht ganz überzeugt. Als Janos versucht, seine Schürfwunde am Handgelenk mit seinem Zauberstab zu heilen, schaut er skeptisch. Beim Nachfragen bei seinem Zauber-Kollegen Gian-Mattia stossen die beiden auf ein weiteres Problem: «Du solltest versteinert sein, wieso bewegst du dich noch?», kritisiert der 9-Jährige. Trotz des Rückschlages duellieren sich die jungen Zauberer fröhlich weiter.

In drei Tagen zum Magier

Doch wieso werden gerade jetzt so viele Jungmagier ausgebildet? Der Grund ist simpel: Es sind Schulferien. Der perfekte Zeitpunkt, um seine magischen Fähigkeiten zu trainieren. Das dachten sich auch die insgesamt 52 Kinder. In der zweiten Ferienwoche haben die 5- bis 12-Jährigen an den Spieltagen der Jugendarbeit Wohlen teilgenommen. Die Leiter sind verkleidet als Zauberer und Hexen. «In den drei Tagen sollen die Kinder ihre Magier-Ausbildung absolvieren», erklärt Vivian Hansen. Auf dem Programm stehen Spiel, Bewegung und Kreativität. «Die Kinder machen Hexenbesen-Rennen, Schnitzeljagden und basteln», erzählt Hansen weiter. Auch für die nötige Verpflegung ist gesorgt. «Das Beste waren die feinen Älplermagronen», findet Lian (11).

Die kleinen Zauberer haben alle einen Hexennamen erhalten. Der entsteht, wenn man seinen Vornamen rückwärts aufschreibt. Für fast alle Kinder eine spannende Angelegenheit. Aber eben – nur fast: «Mein Hexenname ist derselbe, wie mein Vorname – Anina», schmunzelt die 9-Jährige. Heute Abend schliessen die Lehrlinge ihre Zauberausbildung ab. Bleibt zu hoffen, dass nicht plötzlich ganz Wohlen in Frösche verwandelt wird.

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