Schutzwall-Montage
Hochwasser: Feuerwehr Bremgarten übt den Ernstfall

Am Mittwoch montiert die Feuerwehr im Reussstädtchen die mobilen Hochwasserschutzwände, obwohl kein Hochwasser droht. Ziel ist, das Material auf Vollständigkeit zu überprüfen, zu beschriften und den Einsatz zu üben.

Dominic Kobelt
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Der Himmel ist bewölkt, aber es regnet nicht. Der Wasserstand der Reuss ist hoch, aber nicht bedrohlich.

Trotzdem ist die Feuerwehr damit beschäftigt, den Hochwasserschutz zu montieren: Auf der massiven Sockelmauer entlang des Reussufers unterhalb der alten Holzbrücke werden quadratische Aluminiumsäulen auf Platten geschraubt, später werden zwischen diesen Pfeilern Platten eingelassen, die das Wasser im Ernstfall abhalten würden.

Selbst bei einem Jahrhunderthochwasser käme die Reuss «nur» bis einen halben Meter unter die Höhe der Elemente – der zusätzliche Raum ist nötig, wenn Schwemmholz den Fluss hinunter treibt.

Das grösste Problem: Material vor Ort bringen

Zusammen mit Vertretern der Sistag AG, die die Hochwasserschutzelemente geliefert hat, baut die Feuerwehr Bremgarten die Wand auf. Das Material wird auf Vollständigkeit geprüft und beschriftet, dass bei einem Unwetter der Aufbau noch rascher ablaufen könnte.

«Heute stehen wir nicht unter Zeitdruck», erklärt Feuerwehrkommandant Thomas Wirth. Das grösste Problem sei das Material vor Ort zu bringen. Gelagert werden sie in der Militärhalle.

Über die Mauer und durch die Vorgärten

Eine weitere Schwierigkeit ist die Zugänglichkeit: Die Feuerwehrmänner und -frauen müssen die massiven Bauteile über die Mauer hieven und durch enge Vorgärten tragen.

«Wie schnell das Ganze aufgestellt ist, lässt sich schwer sagen, es ist hauptsächlich eine Frage des Personaleinsatzes», sagt Werner Jurt von der Sisag AG. Der Hochwasserschutz ist einfach zu montieren – falsch machen könne man eigentlich nichts, sagt Jurt.

«Normalerweise ist das Wetter aber auch schlecht, wenn die Wand aufgebaut werden muss, vielleicht auch noch dunkel.» Da müsse es einfach gehen.